Stöckli-Haus

Mellingen-Dorf Nord-West > Bahnhofstrasse

1927/28 Bau des Stöcklihauses - Bahnhofstrasse Nr. 20

Dieses Haus wurde 1927/28 von Arzt Leo Stöckli (1891-1980) erbaut. Geplant wurde es von Architekt Arthur Betschon, Baden. Die Maurerarbeiten führte Baumeister Franzetti von Nesselnbach aus. Das Haus umfasste neben Praxisräumlichkeiten 13 Wohnräume. Vor allem im zweiten Weltkrieg wohnten, da verschiedene pflegebedürftige Menschen aufgenommen wurden, bis zu 11 Personen im Haus. Die Grundfläche des Gartens betrug 5000 Quadratmeter. Das Gelände war gegen Süden, Westen und Norden von einem wertvollen Baumbestand umgeben. Die angebaute Garage verfügte über eine eigene Benzintankstelle. Leider mussten 1972 in Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnhofstrasse zahlreiche mächtige Bäume gefällt werden.

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Nach dem Studium an den Universitäten Zürich und Genf promovierte Leo Stöckli 1920 zum Doktor der Medizin. Nach kurzer Assistenzzeit bei einem Landarzt in Merenschwand und am Kantonsspital Aarau eröffnete er 1921 als Nachfolger von Dr. Meier in Mellingen eine Landarztpraxis. Zuerst praktizierte er an der Hauptgasse 2, dann im Haus Trottenstrasse 3, um dann 1928 die neuen Praxisräumlichkeiten an der Bahnhofstrasse zu beziehen. Pro Tag empfing er nur während drei Stunden die Patienten in seiner Praxis. Die meiste Zeit war er aber mit seinem Auto auf Hausbesuchen unterwegs. Er betreute Patienten von Dättwil bis Nesselnbnach, von Mägenwil bis Remetschwil. Nach 43-jähriger Tätigkeit schloss er seine Praxis Ende 1964.

1983 verkaufte die Erbengemeinschaft den nördlichen Teil der Liegenschaft an die Gemeinde Mellingen, welcher nun (seit 2015) als Parkplatz den Lehrpersonen der Schulanlage Bahnhofstrasse dient. Das Haus erwarb ein Makler. Dieser baute 1985 das Gebäude zu einem Mehrfamilienhaus um. Die Garage wurde abgerissen und hinter dem Haus Autounterstände gebaut. Der südliche Teil des Geländes wurde in drei Parzellen aufgeteilt, wo nun die Einfamilienhäuser Bahnhofstrasse 16a bis 16c stehen.

Foto: Damit das Haus gut austrocknete, liess man den Rohbau den ganzen Winter über ohne Fenster stehen. Im Hintergrund links der Gasthof "Krone", Bahnhofstrasse 13
Foto aus dem Familienarchiv von Rainer Stöckli.




Bild-Nr.: 02090
Bild: Familienarchiv Rainer Stöckli
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1928

1928 Bau des Stöckli-Hauses, Bahnhofstrasse 20

Links das Schulhaus Bahnhofstrasse. Im Vordergrund der Pausen- und Turnplatz.

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15050, Stöckli-Haus, Schulhaus, Bahnhofstrasse 20,


Bild-Nr.: 15050
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1928

1970 Stöckli- Haus

Bei dieser Aufnahme erkennt man die grosszügige Gartenanlage (insgesamt 50 Aren)mit wertvollen seltenen Bäumen, u.a. links ein Thuyabaum mit herunterhängenden Ästen. Auch dieser musste neben rund 20 weiteren Bäumen der Verbreiterung der Bahnhofstrasse weichen. Dabei hätte sich die Möglichkeit ergeben, die Bäume zu schonen und einen Fussweg innerhalb der Bäume anzulegen. Der Wert der Bäume wurde 1971 von einem Baumspezialisten auf rund 90'000 Franken geschätzt. Der Kanton Aargau vergütete aber bloss 27'000 Franken.
Weiteres über diese Liegenschaft: s. Bild-Nr. 02090


Bild-Nr.: 02090.2
Bild: Rainer Stöckli
Text: Familienarchiv Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.02.1970

1985 Stöckli-Haus, Bahnhofstrasse Nr. 20

vor dem Umbau , Blick von Süden
Weitere Angaben über diese Liegenschaft s. Bild-Nr. 02090


Bild-Nr.: 02090.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1985

1985 Stöckli-Haus, Bahnhofstrasse Nr. 20

Umbau des Gebäudes 1985 zum Mehrfamilienhaus
Weitere Angaben zu diesem Gebäude s. Bild-Nr. 02090


Bild-Nr.: 02090.5
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1985