Hirschen

Bruggerstrasse und Scheunengasse > Bruggerstrasse

1900 Hotel Hirschen - Schild


Bild-Nr.: 04022a
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv Mellingen
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1900

Um 1910 Blick gegen den "Hirschen" und das Brückentor

Gebäude von links nach rechts:
Papeterie (s. Firmentafel), Conditorei - Bäckerei von Tobel, Hotel Hirschen, Laden in der ehemaligen Zollstube, Brückentor

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Text auf der rechten Seite der Karte:
"Mein Liebstes, / Wie hat mich / deine liebe / Karte gefreut. / Besten Dank / dafür. / Was macht /
der Sälli? / Viel tausend / Küsse deiner / Lotti."


Bild-Nr.: 04007.1
Bild: Fotoarchiv-Mellingen Postkarte
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1910

Vor 1928 - Gasthof zum Hirschen Reussseite

Reussseite des Gasthofs zum Hirschen vor 1928. Die Holzbrücke steht noch --> Bild oben links sieht man ein Stück des Brückendachs


Bild-Nr.: 04017.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1927

Um 1951 Gasthof zum Hirschen

Der Gasthof zum Hirschen mit dem Schild des schreitenden Hirschs.
Im Brückentor erkennt man auf der anderen Reussseite die Villa Rohr.
Oberhalb des Brückentors ist der 1930 aufgemalte Merianstich zu sehen, flankiert von zwei Bannern: rechts das Juliusbanner, links das historische Stadtwappen.


Bild-Nr.: 04058
Bild: Heinz Schwab
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

Um 1951 Gasthof zum Hirschen


Bild-Nr.: 04058.1
Bild: Heinz Schwab
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

Um 1951 Gasthof zum Hirschen

Man beachte das Strassenschild nach Brugg. Die Birrfeldstrasse existierte noch nicht. Der Weg von Mellingen nach Brugg führte über die Bruggerstrasse.


Bild-Nr.: 04058.2
Bild: Heinz Schwab
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

Um 1951 Gasthof zum Hirschen - Reussseite


Bild-Nr.: 04058.3
Bild: Heinz Schwab
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

Um 1951 Gasthof zum Hirschen

Von 1951 bis 1955 führten Hermann und Elsa Schwab das Gasthaus zum Hirschen.


Bild-Nr.: 04058.4
Bild: Heinz Schwab
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

Um 1951 Gasthof zum Hirschen - Wirtefamilie

Wirtefamilie Schwab von 1951 bis 1955:
Hermann Schwab, 1917 -1991
Elsa Schwab, 1918 - 2012
Heinz Schwab, * 1943
Judith Schwab, * 1946


Bild-Nr.: 04058.5
Bild: Heinz Schwab
Text: Heinz Schwab
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1951

1953 Hotel Hirschen - Schild bis ca. 1976


Bild-Nr.: 04030.05.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv Mellingen
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1953

Um 1975 Tavernenschild des Gasthofs Hirschen

Die Tavernenwirtschaft zum „Hirschen“ ist 1494 erstmals urkundlich erwähnt. Tavernenwirtschaften, also Gastwirtschaften, die kalte und warme Speisen und auch Übernachtungsmöglichkeiten anbieten durften, waren auch der "Löwen" und die "Krone".

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Die Bausubstanz des "Hirschen"stammt teilweise auf dem 16. und 17. Jahrhundert. Berühmtheit erlangte der Gasthof, als am 2. Januar 1528 der Reformator Ulrich Zwingli mit Gefolge anlässlich seiner Reise an die Berner Disputation im "Hirschen" zu Mittag ass. Laut einem Inventar von 1548 bot der Hirschenwirt neun Gästebetten an. Im Stall standen acht Pferde. Diese wurden als Wechselpferde für Kutschen oder Vorspannpferde für schwere Warentransporte eingesetzt.
Die zweite Türe, welche von der Bruggerstrasse ins Gebäude führt, war ursprünglich das Portal zum Stall. 1990 wurden Wirtschafts- und Hotelbetrieb eingestellt und Wohnungen und Büros eingebaut. An die alte Funktion erinnert heute nur noch ein modernes Wirtsschild an einem Schmiedeisenträger aus der Biedermeierzeit.

Im Hintergrund des Tavernenschilds das Brückentor und das alte Rathaus.



Bild-Nr.: 04030.05
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1975

ab 1976 Schild Hotel Hirschen


Bild-Nr.: 04320
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Fotoarchiv Mellingen
Copyright: Viktor Zimmermann

1976

1989: Gasthof zum Hirschen - Bruggerstrasse 2

1494 urkundlich das erste Mal erwähnt.
Früher hatte der Hirschen grosse Stallungen für Pferde. Diese wurden als Vorspann für Fuhrwerke, um besser die Steigungen gegen Fislisbach und Mägenwil zu bewältigen, benötigt.
Im Gebäude finden wir teilweise Bausubstanz aus dem 16./17.Jh, so das Zeilenfenster über ehemaligen Gaststube. Im nordwestlichen Anbau über den ehemaligen Stallungen ein vierteiliges Zeilenlicht ebenfalls aus dem 16./17.Jh. Hübsches modernes Tavernenschild an einem Träger aus der Biedermeierzeit.
Über die Wirte von 1500 – 1650 und den Gasthof Hirschen allgemein
s. Rainer Stöckli, Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17.Jh, Seite 201-204.

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Im 19. Jahrhundert waren oft Mellinger Bürger Besitzer des Hirschen (Angaben von Heinrich Zumstein):
1802 ist Jakob Gretener erwähnt.
1828 Anton Isler, dessen Sohn geriet 1870 in Konkurs.
1871 wird Theodor Frey erwähnt.
1894 Therese Frey.
1899 wirtet Herr von Tobel, der gegenüber an der Hauptgasse 2 auch eine Bäckerei führt.
Im 20. Jahrhundert war viele Jahre Johannes Brugger (+1943) Hirschenwirt.
Von 1951 bis 1955 wirtete das Ehepaar Hermann (1917-1991) und Elsa (1918-2012) Schwab im Hirschen.
Schon vor 1989 war die Liegenschaft einige Zeit im Besitz von Gerhard Theiler, der eine Zeitlang die Wirtschaft selber führte, diese dann aber verpachtete.
1989 wurde der Hirschen in ein Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.
Die Gastwirtschaft ging ein.

Reussbote 17. März 1989:
„Ein geschichtsträchtiger Mellinger Gasthof verschwindet

Mit dem Verschwinden des ‚Hirschen‘ geht ein Stück Ortsgeschichte, ja sogar Landesgeschichte zu Ende. Mehr als die Hälfte der urkundlich belegten Ortsgeschichte hat er miterlebt. In seiner Wirtsstube haben die Bürger während fast 500 Jahren die Tagesereignisse diskutiert, Meinungen gebildet. Ja, viele der glücklichen oder folgenschweren Entscheide in den Räten hatten vielleicht ihren Ursprung im Hirschen. Was hat die Wirtsstube alles erlebt: fremde Söldner hielten Rat, Postkutschenreisende aus Zürich und Bern machten Zwischenhalt, Kriege gingen über den Hirschen hinweg. Otto Hunziker schrieb anlässlich der Hirschen-Renovation 1944: Wir denken an die Zeit der Reformation, wo der Streit um evangelisch oder altgläubig ging, an den Bauernkrieg, der unweit der eigenen Mauern, im benachbarten Wohlenschwil, sein tragisches Ende nahm. Wir denken an die Tage von 1798, die den Untergang der alten Eidgenossenschaft bedeuteten und ohne weiteres ist anzunehmen, dass von den 5100 Mann der Division Klein, die im Frühjahr 1799 als Reserve in der Gegend lag, manch einer abseits im Hirschen sich ergötzte. Wir denken aber auch an die Zeit der politischen Umwälzungen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, an eine grosse Volksversammlung, die am 2. Februar 1840 in der Marktgasse zu Mellingen die konfessionelle Trennung des Kantons verlangte und an die Tage der Klosteraufhebung, als ein Berner Bataillon das Städtchen besetzte. Mit etwas Einfühlungskraft vermögen wir noch heute die Debatten zu hören, die Wenn und Aber – auch im Hirschen mag es gelegentlich lebhaft zugegangen sein.“


Bild-Nr.: 04060
Bild: Heinz Fröhlich
Text: Fotoarchiv-Team Mellingen
Copyright: Heinz Fröhlich

1989