Allgemeine Ansichten

Mellingen-Dorf Süd-Ost > Bahnhofstrasse

ca. 1930 Bahnhofstrasse

Zur Datierung: Das 1929 fertig gestellte reformierte Pfarrhaus steht schon. Noch nicht sichtbar sind die Bäume der Gartenanlage der 1928 bezogenen Liegenschaft Leo Stöckli an der Bahnhofstrasse.

Im Vordergrund die Bauernliegenschaft Stöckli (heute Garage Vecchio). Weiter unten in der Mitte die Bauernliegenschaft Busslinger und die Seidenweberei Ryff (heute Werkhof). Auf der linken Seite der Bahnhofstrasse das 1897 errichtete Schulhaus.


Bild-Nr.: 02253
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

Vor 1981 Gebäude Bahnhofstrasse 8: Ramsauer-Haus

Das Gebäude entstand in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war eine Zeitlang eine Metzgerei untergebracht.
Dieses Haus wurde nach Herrn Ramsauer, der bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts dieses Gebäude besass, benannt. Der schlohweisse Spitzbart des ursprünglichen Appenzellers war legendär. Ramsauer betrieb einen Schuhladen.

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Später kaufte Plattenleger Hans Huber dieses Haus, welches er den Geschwistern seiner Schwiegermutter, Fritz und Alice Wassmer, vermietete. Am Schluss lebten noch italienische Gastarbeiter in diesem Gebäude. Schliesslich kaufte die Raiffeisenkasse Mellingen dieses Haus, brach es 1981 ab und eröffnete darin 1982 ihren Geschäftssitz (s. Bild-Nr. 01092). Vorher hatte die Bank ihren Sitz am Zentralplatz (s. Bild-Nr. 01074.9). Das Foto entstand vor 1981.

Über den Abbruch des Ramsauer-Hauses: s. Bild-Nr. 01091.7.


Bild-Nr.: 01091
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli / Reussbote
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1980

1981 Abbruch Ramsauer-Haus - Gebäude Bahnhofstrasse 8

Artikel aus dem "Reussbote" vom 21.07.1981.
Über das Ramsauer-Haus: Bild-Nr. 01091
Nach dem Abbruch baute die Raiffeisenbank ihr neues Bankgebäude, welche diese 1982 bezog, s. Bild-Nr. 01092.1.


Bild-Nr.: 01091.7
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Reussbote
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.07.1981

Vor 1990 Bahnhofstrasse mit Blick auf den Zentralplatz

Vor 1990 Bahnhofstrasse mit Blick auf den Zentralplatz. Rechts das Restaurant Rosengarten.
Das 1908 erbaute und 1990 abgerissene Haus Bahnhofstrasse 5 unterhalb der VW-Garage steht noch.


Bild-Nr.: 01156.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1990

Ca. 2000 Hohle Gasse

Das Mellinger Rebgelände erstreckte sich einst von der Buggenmühle (ehemalige Mosterei Busslinger) bis zum "Rai" an der Rohrdorferstrasse.
Mit einem tiefen Einschnitt trennte die "Hohle Gasse" das langgezogene Rebgelände in zwei Teile.
Sie trägt ihren Namen wegen der frappanten Ähnlichkeit mit der historischen "Hohlen Gasse" in Küssnacht am Rigi. Dieser Strassenzug ist aber um einiges eindrücklicher als die berühmte Schwesterstrasse in der Innerschweiz. Mächtige Nagelfluhblöcke aus der Eiszeit treten hier zu Tage, ein kleines Naturwunder in unserer Gemeinde.

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In früheren Jahrhunderten war die Hohle Gasse ein wichtiger Fussweg von Mellingen über den sogenannten "Gäche Stei", dem steil ansteigenden Weg im Buechwald, nach Rohrdorf, weiter über den Heitersbergpass ins Limmattal und nach Zürich. Der Name "Hohle Gasse" wird 1518 erstmals urkundlich erwähnt und hiess auch "Fussweg nach Zürich".


Bild-Nr.: 02042
Bild: Otto Müller
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 2000

Ca. 2000 Ehemaliges Rebbaugebiet nordwestlich der Hohlen Gasse

Verschiedene Strassen- und Flurnamen deuten darauf hin, dass Mellingen einst an seinem Südwesthang über ausgedehnte Rebbaugebiete verfügte. Die Namen Trottenstrasse, Trottenring, Rebweg, Rebhaldenweg und Herrenrebenweg weisen darauf hin.
1900 setzte das Aufkommen der Reblaus und des falschen Mehltaus dem Mellinger Rebbau ein Ende.

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Das ehemalige Rebgebiet erstreckte sich ober- und unterhalb des Höhen- und des Sonnenwegs von der Buggenmühle (einstige Mosterei Busslinger), dem Buchberg entlang bis zur "Hohlen Gasse" und von diesem markanten Einschnitt weg bis zum "Rai" an der Rohrdorferstrasse. 1313 werden in Mellingen erstmals Weinberge urkundlich erwähnt. Im hier abgebildeten Gelände haben sich noch einige wenige Rebmäuerchen erhalten. Seit 2013 besteht nun im "Rai" wieder ein neuer Weinberg.
Im Jahre 1904 sind in Mellingen 51 verschiedene Eigentümer von Rebbergen nachgewiesen. Der Wein diente dem Eigenbedarf. Er durfte auch in den sogenannten Zapfenwirtschaften angeboten werden, zusammen mit Most, Brot und Käse. Warme Speisen und Übernachtungsgelegenheiten gab es in Mellingen bis 1798 nur in den Tavernenwirtschaften, in Mellingen im "Löwen", im "Hirschen" und in der "Krone". s. auch Bild-Nr. 01191

Literatur:
Rainer Stöckli. Geschichte der Stadt Mellingen, S. 241.
Rainer Stöckli. Der Weinbau in Mellingen. Mellingen 1999.
Heinrich Zumstein. Mellingen 1700-1900, S. 170-176.
Rainer Stöckli. Mellingen - eine Winzerstadt. In: Rund um Mellingen, S. 22-23.


Bild-Nr.: 02041
Bild: Otto Müller
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

2000