Gewerbe

Obere Bahnhofstrasse ab Bahndamm und Kreisel > Obere Bahnhofstrasse

Um 1910 Restaurant Bahnhof und Villa Biland an der Oberen Bahnhofstrasse 24

Im Jahre 1886 errichtete Oswald Biland im Gebiet „Neunbrünnen“ eine Ziegelei (s. Bild-Nr. 02b002). Beim Bahnhof baute er eine repräsentable Fabrikantenvilla (heute Obere Bahnhofstrasse 26) und links daneben angebaut das Restaurant „Bahnhof“ (Obere Bahnhofstrasse 24), das zuerst Restaurant "Station" hiess. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wirtete Biland selbst. Darauf folgten bis 1964 neun Pächter. Damals übernahm das Ehepaar Martin und Maria Fischer-Busslinger die Pacht. 1966 konnten Fischers die Liegenschaft von der Familie Biland erwerben, drei Jahre später konnte auch die Villa Biland hinzugekauft werden.

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1981 wurden nach mehreren kleineren Umbauarbeiten Restaurant und Küche erweitert. Es kamen verschiedene separate Räume mit viel Ambiance, wie die Burestube, das Nationalbahnstübli und der Jagdkeller, hinzu. Möglich geworden war diese massive Erweiterung durch ein Einbezug der ehemaligen Bilandvilla in den Restaurationsbereich. Das Restaurant war für seine feine Küche und den gepflegten Service weitherum bekannt. Nach über vierzig erfolgreichen Geschäftjahren im Restaurant "Bahnhof" ging das Wirtehepaar Fischer 2005 in den wohlverdienten Ruhestand.
Nach mehreren Wirtewechseln übernahmen die Geschwister Kevin, Özlem und Sinan Yldiz Anfang April 2016 den Gasthof unter dem Namen "Bahnhöfli Grill".

Das Bild entstand etwa 1910. In der Gruppe, welche vor dem Restaurant steht, erkennen wir auch drei "Bähnler".

Noch einige Angaben zu Oswald Biland, der 1912 verstarb. Die Liegenschaften gingen dann an den Chemiker Dr. Hans Bild. Oswald Biland war nicht nur Unternehmer, sondern engagierte sich auch als Stadtrat, Grossrat sowie als Mitglied der Kirchen-und der Schulpflege.


Bild-Nr.: 02b000
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1910

1910 Restaurant Bahnhof 1910

Oswald Biland wohnte mit seiner Familie am nordöstlichen Rand der Ziegelei, wo er ein Wohnhaus mit Restaurantbetrieb, separater Ökonomie und Remise und ab 1910 eine Villa besass (heute Obere Bahnhofstrasse 24 und 26). Er war nicht nur als Unternehmer erfolgreich, sondern machte sich auch im Stadtrat, als Mitglied der Kirchen- und Schulpflege und als Grossrat verdient. Nach seinem Tod 1916 gingen die Liegenschaften an seinen Sohn, den Chemiker Dr. Hans Biland über.

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1966 konnten Martin und Maria Fischer das Restaurant (Bahnhofstrasse 24) und 1969 die Villa (Bahnhofstrasse 26) von den Erbengemeinschaft Biland kaufen. Die Ziegelei wurde noch bis zur Erschöpfung der Lehmvorräte 1926 weitergeführt, an der Stelle einer der Lehmgruben befindet sich heute der Weiher Nünbrünne.


Bild-Nr.: 13017
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1910

Ziegelei Biland

Die Ziegelei wurde 1886 von Oswald Biland im Bahnhofgebiet von Mellingen gebaut. 1927 wurde die Ziegelei stillgelegt. 1943 wurde der letzte Kamin der Ziegelei gesprengt. Der hier abgebildete Druck stammt aus dem 2. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Neben der Argovia war die Ziegelei in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts der grösste Industriebetrieb in Mellingen. Einzelne Ziegel aus der Ziegelei Biland sind noch im Ortsmuseum erhalten.
Auf dem ehemaligen Gelände stehen heute die Bauten der Meierhofer AG (s. Bild-Nr. 02b604), der Nachfolgefirma Schurter (s. Bild-Nr. 02b680) und auf einem Teil, wo die Tonerde für die Ziegelproduktion gewonnen wurde, finden sich heute die Behälter des Tanklagers (s. Bild-Nr. 02b361).
Auch der links der Birmenstorferstrasse gelegene idyllische Weiher Nünbünne war einst eine Tongrube, welche nun zum Teil mit Grundwasser gefüllt ist und dem Tanklager als Löschwasserreserve dient.


Bild-Nr.: 02b002
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöchli / Madlen Zimmermann
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1915

ca. 1915 Rechnungsformular der Ziegelei Biland an der Obern Bahnhofstrasse

Vor hundert Jahren bemühten sich die Industriellen die Bedeutung ihrer Firma durch einen repräsentablen Briefkopf zu dokumentieren. Neben dem Fabrikareal ist auch die bei Bild-Nr. 02b005 abgebildete Liegenschaft mit "Liftturm" sichtbar, ferner unten rechts die Villa Biland.

Firmengeschichte: s. Bild-Nr. 02b002


Bild-Nr.: 02b001
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1915

Vor 1943 Ziegelei Biland an der Oberen Bahnhofstrasse

1943 wurden die drei Kamine der 1927 stillgelegten Ziegelei Biland (s. Bild-Nr. 02b002)
gesprengt. Das höchste Kamin mass 38 Meter. An der Stelle der Ziegeleigebäude entstanden gegen Ende der 40er-Jahre die Schilderfabrik Meierhofer (s. Bild-Nr. 02b604) und die Kunststeinfabrik Bittig und Dirr (s. Bild-Nr. 02b613.2).


Bild-Nr.: 02b110
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1943

vor 1943 Ziegelei Biland

Die Ziegelgebäude der 1927 stillgelegten Ziegelei Biland (Bild-Nr. 02b002).
Noch sind die drei 1943 gesprengten Kamine sichtbar.


Bild-Nr.: 02b111
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1943

vor 1943 Ziegelei Biland

Ziegelei Biland an der Oberen Bahnhofstrasse, ca. 1943

Die Kamine der 1927 stillgelegten Ziegelei Biland (s. Bild-Nr. 02b002) wurden 1943 gesprengt.


Bild-Nr.: 02b110.3
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1943

vor 1943 Ziegelei Biland

1943 wurden die drei Kamine der Ziegelei Biland gesprengt.


Bild-Nr.: 02b110.4
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1943

ca. 1945 Weiher iauf dem Areal der Ziegelei Biland

Weil in diesem Gebiet Ton für die Ziegelei abgebaut wurde, füllte sich diese Grube mit Grundwasser. Heute fliesst in diesen Weiher auch der Birchbach.
Über die Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b002


Bild-Nr.: 02b150
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1945

1948 Schilderfabrik Meierhofer, Obere Bahnhofstrasse 11

Betriebsgebäude
Die Firma wurde 1945 von Hans Meierhofer gegründet. Bevor er 1948 seinen Neubau an der Oberen Bahnhofstrasse beziehen konnte, produzierte Meierhofer für kurze Zeit in den ehemaligen Räumen der Widenmühle an der Reuss. 1959 zerstörte ein Brand teilweise die Gebäude (s. Bild-Nrn. 02b610 und 02b612).

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Nach Hans Meierhofers Tod übernahm dessen Sohn Peter die Firma. 1990 wurde anstelle der Kunststeinfabrik Bittig und Dirr (s. Bild-Nr. 02b613.2) ein Neubau an der Oberen Bahnhofstrasse 13 (s. Bild-Nr. 02b625) realisiert. Als auch Peter Meierhofer relativ jung starb, ging der Betrieb rückwirkend auf den 01.01.2000 an die SCHURTER Holding AG in Luzern über: s. Bild-Nr. 02b680.
In Mellingen produzierte man bis Anfang der 1980er-Jahre eloxierte Platten und Frontplatten. Als einer der ersten Hersteller in Europa wurden Folientastaturen am Standort Mellingen entwickelt und produziert.

Literatur: Hans Meierhofer, Schilderfabrik. In: Mellingen lernt seine Industrie kennen. Separatdruck aus "Der Reussbote", S. 2-6: s. Bild-Nr. 02b605.


Bild-Nr.: 02b604
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Erich Matter, SCHURTER Input Systems AG
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1948

Schilderfabrik Meierhofer, Obere Bahnhofstrasse 11, Betriebsgebäude von 1948

Schilderfabrik Meierhofer, Obere Bahnhofstrasse 11, Betriebsgebäude von 1948

Auszug aus dem Text über die Schilderfabrik Meierhofer aus: Mellingen lernt seine Industrie kennen. Separatabzug aus "Der Reussbote", Mellingen 1952, S. 2-6:
"De Chämifäger bringt Glück! Als ich mich bei Herrn Meierhofer erkundigte, warum er seine neue Fabrik gerade in Mellingen errichtet habe, antwortete er mir: „Wägem Chämifäger“! Ich glaubte nicht recht gehört zu haben, und da ich Herrn Meierhofer nicht für so abergläubisch halte, dass er auf einen über seinen Weg gelaufenen schwarzen Chämifäger abstellt, fragte ich ihn nochmals.

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Darauf vernahm ich, dass es tatsächlich der Mellinger Kaminfeger war, der ihn darauf aufmerksam gemacht hat, dass unsere Gemeinde neue Industrien sucht.
Herr Meierhofer, der schon seit seiner Jugend mit der B.A.G. in Turgi verbunden war, hat dort später als Aufgabe u.a. auch die Leitung der damaligen Aetzerei, d.h. der Fabrikation von geätzten Metallschildern, erhalten. Diese Abteilung, die kurz nach dem ersten Weltkrieg durch schweizerische Rückwanderer aus Österreich eingeführt wurde, hat sich immer mehr entwickelt, zusammen mit der gleichzeitigen Ausdehnung der Maschinenindustrie. Als dann in dieser Abteilung 1938 zum ersten Male in der Schweiz die Anwendung der anodischen Oxydation für die Schilderfabrikation ermöglicht wurde, hat dieser Fortschritt der Firma gestattet, anstelle der während des Krieges verbotenen Messingschilder ein noch besseres Produkt, eben die anodisch oxydierten Aluminiumschilder – Anoxal – anzubieten.
Die Schilderabteilung dehnte sich immer mehr aus, und der in der B.A.G. verfügbare Raum wurde zu klein. Es musste an einen Neubau gedacht werden. Herr Meierhofer übernahm käuflich die ganze Fabrikation von der B.A.G., gleichzeitig mit der Vertretung der Gussschilder, welche diese Firma noch fabriziert. Da Turgi schon genügend Industrie hat, suchte er nach einem neuen Standort für den geplanten Fabrikbau. Dieser durfte vom alten nicht zu weit entfernt sein, denn einerseits sollten die bisherigen eingeführten Arbeiter behalten und andererseits bereits in Turgi einige Arbeiter aus der neuen Gegend eingearbeitet werden können. Mellingen schien für ihn günstig, da wir wenig Industrie haben und von den nächsten Fabrikationszentren Baden, Lenzburg, Wohlen ziemlich entfernt sind. Auch wurde ihm hier gerade die Widenmühle zum Umbau angeboten. Allerdings hat sich dann dieser Umbau als zu teuer erwiesen, so dass an einen Neubau herangegangen werden musste. Dieser wurde beim Bahnhof auf dem alten Ziegeleigebäudeplatz durch Herrn Architekt Hunziker und seinen Mitarbeiter, Herrn Architekt Theiler, erstellt. Die Betonarbeiten führten die Gebrüder Heimgartner, Fislisbach aus, die Innenmauern Herr Kuhn, Baugeschäft, Mellingen.
Ein Gang durch die Fabrik hat mir gezeigt, dass die Einteilung dem Arbeitsfluss gemäss erfolgte. Überall freundliche, helle Räume und moderne, sauber gehaltene Garderoben und Toiletten. Im Aufenthaltsraum steht ein Wärmeschrank zum Wärmen der mitgebrachten Speisen. Die Wand ziert ein grosses Freskogemälde der Badener Künstlerin Anneliese Merk, einen ruhenden Bauer darstellend, dem seine Frau, ein Kindlein an der Hand, das Znüni bringt.
An den zum Teil neuen Maschinen sieht man, dass der Firmeninhaber bemüht ist, den Betrieb ständig den modernsten Anforderungen anzupassen.
Und überall liegen auf den Gestellen angefangene und halbfertige Schilder. Da sieht man erst, dass sich die Kundschaft der Schilderfabrik aus allen Branchen rekrutiert. In erster Linie sind es die Maschinen- und Apparatefabriken, die Schilder benötigen für die vorgeschriebene Bezeichnung der Leistungen, Spannungen usw. Dann gibt es weiter Anleitungsschilder, Verbotstafeln, Firmentafeln, Schalttafel-Bezeichnungsschilder usw. Frappiert hat die Anwendung des Anoxal-Verfahrens für Rechenscheiben aller Art, deren Glanzstück wohl der „Swissair-Navigator“, ein Navigationsinstrument für Flugzeugpiloten, ist. Wie ich hörte, wird er von Fliegern aus allen Teilen der Welt begehrt - englische, portugiesische, schweizerische und deutsche Fachzeitschriften haben ihn schon beschrieben und seine handliche Art, sowie die vielen Anwendungsmöglichkeiten gelobt.
Das erinnert mich an das Labyrinth von Sprachen, die ich auf den Schildern gesehen habe – sogar arabisch – und das Mädchen, das diese Texte für die russischen Schilder geklebt hat, beherrscht dieses Alphabet, wie wenn es die Schule hinter dem eisernen Vorhang besucht hätte."

Über die Firmengeschichte bis heute: s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b605
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Mellingen lernt seine Industrie kennen
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1948

Schilderfabrik Meierhofer 1949

s. Bild-Nr. 02b605


Bild-Nr.: 02b606
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1949

ca. 1950 Restaurant Bahnhof

Rechts die Villa Biland


Bild-Nr.: 02b200
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1950

1957 Fabrikationsraum der Schilderfabrik Meierhofer

Über die Schilderfabrik s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b607
Bild: Historisches Museum Baden, Foto Werner Nefflen, Q.01.8687B, CC BY-SA
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Historisches Museum Baden, Foto Werner Nefflen, Q.01.8687B, CC BY-SA

1957

1957 Fabrikationsraum der Schilderfabrik Meierhofer

Über die Schilderfabrik s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b607.1
Bild: Historisches Museum Baden, Foto Werner Nefflen, Q.01.8687A, CC BY-SA
Text:
Copyright: Historisches Museum Baden, Foto Werner Nefflen, Q.01.8687A, CC BY-SA

1957

Schilderfabrik Meierhofer nach dem Brand 1959

Ausführliche Angaben s. Bild-Nr 02b612.
Zwischen der Frirma Meierhofer und der Kunststeinfabrik Bittig & Dirr sehen wir die beiden grossen Gebäude mit Satteldächern. Letztere stammten noch von der Ziegelei Biland, auf deren Gelände sich dann die Firmen Meierhofer und Bittig & Dirr niederliessen.

Über die Firma Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b613
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1959

Schilderfabrik Meierhofer Brand 1959

Ausführliche Angaben s. Bild-Nr. 02b612

Über die Firma Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b612.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1959

Schilderfabrik Meierhofer Brand 1959

Ausführliche Angaben s. Bild-Nr. 02b612
Über die Firma Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b612.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1959

1959 Brand in der Schilderfabrik Meierhofer, Obere Bahnhofstrasse 11,

Am 18. Juni 1959 ereignete sich in der neben der Packerei befindlichen Raum der Fabrik Hans Meierhofer eine heisse Explosion. In diesem auf dem zweiten Boden befindlichen Raum werden die zum Druck verwendeten Zinkplatten mit einer äusserst feuergefährlichen Lösung präpariert. Um den Trocknungsprozess zu beschleunigen, wird mit einem Föhn nachgeholfen. Vermutlich durch einen Funken scheint die Explosion hervorgerufen worden zu sein. Eine gewaltige Rauchentwicklung verbreitete sich im Nu über die ganze Länge des Fabrikgebäudes. Das entstehende Feuer griff rapid nach der auf der Nordseite befindlichen Wohnung und in den Dachstock weiter. Riesige Feuermassen wälzten sich über das langgezogene Gebäude hinweg und verzehrten in wenigen Minuten das ganze Dachgebälk samt den auf dem dritten Boden befindlichen Warenvorräten. Dank der soliden Baukonstruktion des noch neuen Fabrikgebäudes erlitten die Büro- und Arbeitsräume auf der Südseite des zweiten Bodens nur geringen Schaden, während sämtliche Fabrikationsräume des ersten Bodens sozusagen unversehrt blieben. Dadurch ist es möglich, dass die ganze etwa 80 Personen zählende Belegschaft weiterbeschäftigt werden kann und die Fabrikation keinen Unterbruch erleidet. Der Schaden, der noch nicht annähernd abgeschätzt werden kann, dürfte weit über 100`00 Franken betragen. Die unter erschwerenden Umständen zielbewusst operierende Feuerwehr wurde wirkungsvoll unterstützt durch die aus Baden angeforderte Motorspritze.

s. Bild-Nr. 02b610
Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b612
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

18.06.1959

1959 Brand in der Schilderfabrik Meierhofer, Obere Bahnhofstrasse 11,

Das Feuer brach im 2. Stockwerk aus und war durch eine Explosion ausgelöst worden. Diese entstand, weil man die für den Druck verwendeten Zinkplatten mit einer äusserst feuergefährlichen Lösung präparierte.
Um den Trocknungsprozess zu beschleunigen, half man mit einem Föhn nach. Vermutlich durch Funkenwurf entstand eine Explosion, welche sich zu einem Brand ausdehnte und Teile des zweiten Geschosses und des Dachgeschosses mit den Lagerbeständen in Mitleidenschaft zog. Dank guter Bausubstanz wurde aber die Produktion im Erdgeschoss nicht tangiert, weshalb diese ohne Unterbruch weitergeführt werden konnte.
Firmengeschichte: s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b610
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Der Reussbote
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

18.06.1959

ca. 1960 Restaurant Bahnhof

Haus hinten links Mehrfamilienhaus Obere Bahnhofstrasse 29

Ausführliche Angaben über das Restaurant s. Bild-Nr. 02b000


Bild-Nr.: 02b210
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1960

Schilderfabrik Meierhofer, Bahnhofstrasse 11, nach 1971

Zur Datierung: Das 1971 eröffnete Tanklager steht schon.

Zur Firmengeschichte der Schilderfabrik Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b616
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1971

Firma Meierhofer AG 1980

Die Firma wurde 1945 von Hans Meierhofer gegründet und liess sich 1948 in Mellingen nieder. Nach Hans Meierhofers Tod übernahm dessen Sohn Peter die Firma. Als auch Peter Meierhofer starb, ging das Unternehmen 2001 an die Schurter Holding AG über.
Die Firma stellt insbesondere Schilder und Industrietastaturen her.
Der dreistöckige Haupttrakt stammt aus dem Jahre 1948 und wurde auf einem Teil des Areals der ehemaligen Ziegelei Biland errichtet.
1968 wurde das vorgelagerte einstöckige Gebäude hinzugefügt.
1999 beschäftigte der Betrieb 60 Mitarbeiter
2008 waren es 55 Mitarbeitende.
Dieses Unternehmen ist ein Betrieb mit hohem Qualitätsmanagement, grosser Innovationskraft und ausgeprägter Mitarbeiterkultur.

Über die Firma Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b618
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1980

1988? Obere Bahnhofstrasse: Ziegelei Biland und Kunststeinfirma Bittig und Dirr

Das Foto könnte eventuell aus dem Jahr 1988 stammen, als die letzten Gebäude der Ziegelei Biland (links), welche 1927 ihren Betrieb einstellte, und der Kunssteinfabrik Bittig & Dirr (ganz rechts) abgerissen wurden, um einem Neubau der Schilderfabrik Meierhofer Platz zu machen. Die Firma Bittig & Dirr verlegte um 1950 ihren Sitz von Dietikon nach Mellingen. Gegründet wurde die Firma ca. 1924. In Mellingen wurde die Produktionshalle auf dem ehemaligen Gelände der Ziegelei Biland errichtet.
Über die Ziegelei Biland s. Bild-Nr. 02b002
Über die Firma Meierhofer s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b613.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1988

1988? Gebäude der ehemaligen Ziegelei Biland an der Oberen Bahnhofstrasse

Das Foto stammt möglicherweise aus dem Jahr 1988, als die beiden Gebäude abgerissen wurden und einem Neubau der Schilderfabrik Meierhofer weichen mussten.

Zur Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b002


Bild-Nr.: 02b613.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1988

Firma Meierhofer AG Neubau 1990

Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b604
Links das alte Fabrikgebäude. Heute (2019) Mellinger Standort der Schurter Holding AG.


Bild-Nr.: 02b617.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1990

Firma Meierhofer AG Neubau 1990

Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b604
Links das alte Fabrikgebäude. Heute (2019) Mellinger Standort der Schurter Holding AG.


Bild-Nr.: 02b617.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1990

Schilderfabrik Meierhofer mit Neubau von 1991

Schilderfabrik Meierhofer mit Neubau von 1991

Im Vordergrund das alte Fabrikgebäude von 1948, Obere Bahnhofstrasse 11
Dahinter der Neubau von 1990, Obere Bahnhofstrasse 13, in welchem auch eine grössere Anzahl weiterer Firmen untergebracht waren. Grundsteinlegung war 1889, die Einweihung 1991.

Firmengeschichte: s. Bild-Nr. 02b604


Bild-Nr.: 02b625
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1990

Firma Meierhofer AG Neubau 1990

Firmengeschichte s. Bild-Nr. 02b604
Links das alte Fabrikgebäude. Heute (2018) Mellinger Standort der Schurter Holding AG.


Bild-Nr.: 02b617
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1990

1991 Neubau Firma Meierhofer AG

Erweiterungsbau der Firma Meierhofer AG, Obere Bahnhofstrasse 13, 1991
Dieser Neubau steht auf dem ehemaligen Gelände der Kunststeinfabrik Bittig & Dirr. Wie die Firmenstele zeigt, belegt die Firma Meierhofer AG längst nicht den ganzen Bau, sondern es haben sich zahlreiche weitere Firmen eingemietet.

Firmengeschichte 02b604


Bild-Nr.: 02b620
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1991

um 2000 Restaurant Bahnhof

Das Restaurant Bahnhof und die dem Restaurationsbetrieb angegliederte ehemalige Villa Biland, um 2000.


Bild-Nr.: 13077
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

2000

Restaurant Bahnhof, 2003

Restaurant "Bahnhof", Obere Bahnhofstrasse 24, 2003


Über die Geschichte des Restaurants s. Bild-Nr. 02b000



Bild-Nr.: 02b401
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Fotoarchiv Mellingen
Copyright: Viktor Zimmermann

2003

2003 Restaurant Bahnhof

Ausführliche Angaben über das Restaurant s. Bild-Nr. 02b000


Bild-Nr.: 02b400
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Viktor Zimmermann

ca. 2003

2003 Restaurant Bahnhof

Ausführliche Angaben über das Restaurant s. Bild-Nr. 02b000


Bild-Nr.: 02b402
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Viktor Zimmermann

2003

ca. 2005 Gebäude Obere Bahnhofstrasse 12, 14, 16

Weitere Angaben s. Bild-Nr. 02b005


Bild-Nr.: 02b0058.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 2005

2017 Firma Schurter Input Systems AG

Nach dem frühen Tod von Peter Meierhofer, dem Sohn des Firmengründers, ging die Schilderfabrik Meierhofer (s. Bild-Nr. 02b604) rückwirkend auf den 01.01.2000 an die SCHURTER Holding AG in Luzern über. Die Entwicklung und Produktion blieb aber weiterhin in Mellingen. Die Namensänderung von Meierhofer Mellingen AG auf SCHURTER Input Systems AG erfolgte auf den 01.01.2009.

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Die Schurtergruppe hat heute (2017) Kompetenzzentren für Eingabesysteme in Mellingen, in den Niederlanden, Deutschland, Grossbritannien, Tschechien und China sowie weitere Produktions- und Verkaufsgesellschaften im Bereich elektronischer Komponenten mit insgesamt 1592 Mitarbiterinnen und Mitarbeitern in verschiedenen Ländern, wovon 54 am Standort Mellingen.

In Mellingen produzierte man bis Anfang der 1980er-Jahre eloxierte Platten und Frontplatten. Als einer der ersten Hersteller in Europa wurden Folientastaturen am Standort Mellingen entwickelt und produziert. Bis heute haben sich die Eingabesysteme stark von der Mechanik zur Elektronik entwickelt. In Mellingen werden komplette Systeme entwickelt und hergestellt. Die Firma schreibt auf ihrer Homepage: "Unsere Kernkompetenz in der Produktion ist die mechanische Integration und die Herstellung von Eingabe- und Touch-Systemen."

Informationen: Homepage SCHURTER Input Systems AG; Erich Matter, Management SCHURTER Input Systems AG



Bild-Nr.: 02b680
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Erich Matter / Rainer Stöckli
Copyright: © Viktor Zimmermann

15.05.2017