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1296 Stadtrechtbrief

Die Kopie des Stadtrechtsbriefs findet man als Fresco an der Seitenwand des Hauses von Familie Adam, Kleine Kirchgasse 4.

Am 29. November 1296 verlieh Herzog Albrecht von Österreich das Stadtrecht von Winterthur.

Text und sinngemässe Übersetzung der Urkunde: s. Bild-Nr. 39110


Bild-Nr.: 39011
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: © Viktor Zimmermann

1296

1296 Stadtrechtbrief

Am 29. November 1296 verleiht Herzog Albrecht von Österreich Mellingen das Stadtrecht von Winterthur (Stadtarchiv Mellingen Urkunde Nr. 2)
„Nos Albertus die gracia dux Austrie et Stirie, dominus Carniole Marchie ac Portusnaonis, I de Habsburch et Kyburch comes necnon lautgrauius Alsacie, tenore presentium profitentes I vniuersis declaramus presentibus et futuris, quod nos fidelium nostrorum ciuium de Mellingen I obsequiosam deuocionem et fidem, quibus se gratos gracie nostre reddiderunt multipliciter et ac-I ceptos graciosius attendentes et dignum ducentes, vt proinde prospiciamus ipsorum quieti comodis I et honori, concedimus et donamus eisdem juribus gracijs et libertatibus plene perfrui et I gaudere, que vel quas ciues nostri de Winterthur habere per sua priuilegia dinoscuntur I in vniuersis et singulis eorundem processibus negocijs siue causis. In cuius rei I testimonium et cautelam has conseribi litteras fecimus et sigilli nostri munimine robo- I rari. Datum in Lintza in vigilia beati Andree apostoli anno domini millesimo I ducentesimo nonagesimo sexto."

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Sinngemässe Übersetzung ins Deutsche s. Bild-Nr. 39010.


Bild-Nr.: 39010
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

29.11.1296

Stadtrechtbrief von 1296

Am 29. November 1296 verleiht Herzog Albrecht von Österreich Mellingen das Stadtrecht von Winterthur.
Die Originalutkunde liegt im Stadtarchiv Mellingen.

Literatur: Rainer Stöckli. Mellingen - Werden einer Stadt. Von ihrer Entstehung bis zur Stadtrechtserteilung 1296. Badener Neujahrsblätter 1997, S. 112-126.

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Originaltext:
„Nos Albertus dei gracia dux Austrie et Stirie, dominus Carniole Marchie ac
Portusnaonis, I de Habsburch et Kyburch comes necnon lantgrauius Alsacie, tenore presentium profitentes I vniuersis declaramus presentibus et futuris, quod nos fidelium nostrorum ciuium de Mellinga I obsequiosam deuocionem et fidem, quibus se gratos gracie nostre reddiderunt multipliciter et ac-I ceptos graciosius attendentes et dignum ducentes, vt proinde prospiciamus ipsorum quieti comodis et honori, concedimus et donamus eisdem juribus gracijs et libertatibus plene perfrui et I gaudere, que vel quas ciues nostri de Wintertur habere per sua priuilegia dinoscuntur I in vniuersis et singulis eorundem processibus negocijs siue causis. In cuius rei I testimonium et cautelam has conscribi litteras fecimus et sigilli nostri munimine robo- I rari. Datum in Lintza in vigilia beati Andree apostoli anno domini millesimo I ducentesimo nonagesimo sexto."

Sinngemässe Übersetzung:
"Ich, Albrecht, von Gottes Gnaden Herzog von Österreich und Steyr, Herr von Krain, der Marken und von Pordenone, Graf von Habsburg und Kyburg sowie Landgraf des Elsass, gebe hiermit allen heute und später Lebenden bekannt, dass die Bürger von Mellingen mir in vielfältiger Weise ihre Treue und Ehrerbietung erwiesen haben. Deshalb habe ich beschlossen, um den Mellingern ein Leben in Ruhe und Ehre zu gewährleisten, diesen die gleichen Rechte wie den Bürgern von Winterthur zu schenken. Um dies zu bezeugen, habe ich diese Urkunde schreiben und mit meinem Siegel versehen lassen. Gegeben zu Linz am Vorabend des Festes von Apostel Andreas [29. November] 1296."


Bild-Nr.: 39010
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Walther Merz / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

29.11.1296

1313 Stiftungsbrief des Spitals

Am 26. März 1313 stiftete alt Schultheiss Hugo von Schänis und seine Frau Heilwig Gebäude und Landgüter, damit ein Spital für Alte, Arme und Kranke gegründet werden konnte. Das Spital befand sich bis 1840 an der Stelle, wo heute das neue Rathaus steht. Die Originalurkunde liegt im Stadtarchiv Mellingen.

Literatur: Rainer Stöckli. Das Spital. In: Alterszentrum Mellingen-Wohlenschwil. Von den Anfängen bis heute. Mellingen 2016, S. 6-12.

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Transkription des Originaltextes aus: Urkunde und Briefe des Stadtarchivs Mellingen bis zum Jahre 1550, bearbeitet von Heinrich Rohr. Aarau 1960, S. 13-15:
"Allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen, tuon kunt ich Hug, der alt schultheisse von Mellingen, daz ich gesunt und biderb unn gewaltig miner sinnen, I willeklich und mit Heilwig, miner elichen wirtin willen und gunst, durch got luterlich, unn durch unser beider und unsern vordern sele willen han geben lidig I unn lere, vrilich, recht und redelich unn an alle geverde den erbern luten, minen oheimen, hern Petern, kilchherren ze Mellingen, Hartman von Vilmeringen, Rü[dolf] und Joh[ann] Segenser, gebrüdern, burgern ze Mellingen, min hüs, daz gelegen ist zvuschen her Lutoldes hus des bruners einont und Chünr[ads] huz dez vogtes andront und du güter, du I hie nach geschriben sint mit allem nutze und mit disen gedingen: Wenne ich und min wirtin, die vorgenande von dirre welte scheiden, so sol daz selbe hus ein ewigu I herberge sin und ein spital armer Iüten, und sullen die vorgenanden ...nin öheim pfleger sin dez huses und der durftigen und sullen inen daz geben jerlich gentzlich I und bescheidenlich zuo ir noturften, den zins und allen den nutz, so du nachgeschriben güter, du ich inen geben han, mugen vergelten, ane zwelf mut kernen, die sullen I si geben uz dem kasten minen dochtern Iten, kloster vrowen ze Gnadental, Verenon und Margareton, klostervrowen an Seldnowe, die wil si lebent, jeklicher jerlich vier I mut kernen; unn wenne si alle ensint, so sullen die zwelf mut lidig sin den durftigen ; aber alle die wil ir eine lebet, du sol dieselben zvelf mut kernen niessen untz an ir I tot. Diz sint du güter, du ich inen geben han: Ein meigerhof, ist gelegen ze Nidernentvelt, giltz acht malter roggen, acht malter habern, hünr und eiger, der lehen waz von I minen herren, den herzogen von Österrich, die ir eigenschaft geben hein den selben armen luten. Ein vogtstura an dem selben dorft uber zuo schuopossen, hörent gen Werde, gilt I acht schilling, uf dez Sendlers muli funf mut kernen geltes. Ein wingarten lit an dem gesteige. Ein wingarten, der gelegen ist wider Baden; minen krutgarten I und minen teil dez guotes, so mich und Jacoben von Schennis, minen öheim, an gevallen ist von Schonbrot seligen gemeinlich, daz noch ungeteilet ist und doch mit sinem I willen ist beschehen; diz sint du güter: daz der Sidler und Uolr[ich] Bachman von Sultz buwent, gilt siben mut roggen, ein mut hirz, ein mut bonan und funf mut habern. I Ein guot ze Sultze, daz Heinr[ich] Sidler buwet, gilt drie mut roggen unn zuen mut habern, hünr unn eiger. Ein guot, ist gelegen ze Starcholtzwile, gilt zuen mut I kernen und funf mut habern; ze Mellingen zuo matten, die gelegen sint under
Schönbrotes seligen wingarten, geltent funf vierteil kernen; min teil des selben wingarten I und ein chrutgarten; und wenne der vorgenanden mineren öheim einer enist, so sullen die andern drie einen nennen an dez stat, der inen und den durftigen nutz si unn wol I kome. Diz ist allez beschehen offenlieh vor gerichte alz nach urfrage mit gesamnoter urteil erteilet wart und mit aller gewarsami und sicherheit, so man zuo solichen I dingen tuon sol, da ich mich entzigen han unn min wirtin du vorgenande mit miner alz mit ir rechten vogtes hant, allez dez rechtes, so wir hatton oder wandon han I an den vorgenanden gütorn unn huse. Ich vergiche och, daz die vorgenanden min öheim hein besessen ... du selben güter und hus alz recht ist drie tage unn sechse wochen, unn I me, unn hein si besezzet und entsezzet alz si duchte, daz den durftigen aller nutzest were. Ich Jacob der vorgenande vergich offenlich an disem brieve, daz mit minem willen I und gunst diz beschehen ist, und du gemeinde, so wir hatton an Schönbrotes guot in dirre sache niemer schade werden sol, und daz diz war si unn stete belibe, darumb I so hein wir, Hug, Heilwig sin wirtin unn Jacob, die vorgenanden gebetten, die erberen lutte, den . . . schulth- [heiss] und die burger von Mellingen, daz si ir ingesigel henken an disen brief zuo einer sicherheit unn gewaren urkunde der vorgeschriben dingen. Wir die vorgenanden, . . . Schulth[eiss] unn burger durch bette der vorgenanden unser burger unn wan diz allez vor uns beschehen ist, henken unser stat ingesigel an disen brief. Wir die voraenanden her P[ eter], Hartman, Ruodolf und Johans , geloben bi unsern truwen an eides stat, stete ze habenne, waz da vor von uns ist geschriben, und den durftigen ze tuone daz beste wir kunnen oder mugen, alz verre du vorgenanden güter mugen gelangen vnd darumb han ich, her P[eter] der vorgenande min ingesigel gehenket an disem brief, dez ouch uns, Ruo[ dolf] vnd Joh[an] unn Hartman benüget in dirre sache, wan wir eigener ingesigeln mit enhein. Diz beschach ze Mellingen do man von gottes geburte zalt drizehenhundert jar dar nach in dem drizehenden jare an dem mentag nach unser vro i wen tage in dar vasten, da ze gegen waren her Wernher, kilchherre ze Vislispach, Joh[ann] Bitterkrut, Rüdger sin son, Wernher von Goldowe, Chuonr[ad] der vogt von Hedingen, Heinrich I der Smit, Jacob von Rordorf und ander erber lut genuoge."

Die Pergamenturkunde ist mit den Siegeln der Stadt Mellingen und von Pfarrer Peter Segesser versehen.


Bild-Nr.: 39200
Bild: Werner Dönni
Text: Heinrich Rohr / Madlen Zimmermann / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

26.03.1313

Zürcher erobern Mellingen 1415

Die Zürcher erobern 1415 Mellingen. Das Bild entstammt der „Spiezerchronik“ von Diebold Schilling (ca. 1445-1486), von Bern, Onkel des gleichnamigen Luzerner Chronisten. Die Spiezerchronik wurde um 1480 geschrieben und 1483 abgeschlossen. Original: Burgerbibliothek Bern, Mss. Hist. Helv. I. 1, S. 347.

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Über dem Bild steht der folgende Text: „Das die von Zurich fur Mellingen zugent …." Es folgt der hier nicht mehr wiedergegebene, auf der nächstfolgenden Seite stehende Text: "Uff die selben Zitt [1415] warent die von Zurich us gezogen am nechsten dornstag nach mitten abrellen fur Mellingen und lagent da dryg tage da ergabent si sich [am 21. April 1415] an die von Zurich nach sage der brieffen darumb gemacht.“


Bild-Nr.: 39032
Bild: Diebold Schilling
Text: Diebold Schilling / Rainer Stöckli
Copyright: Burgerbibliothek Bern

21.04.1415

1415 Zürcher erobern Mellingen

Die Zürcher erobern 1415 Mellingen. Das Ganze ist in Zusammenhang mit der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen zu sehen.
Das Bild entstammt der „Spiezerchronik“ von Diebold Schilling (ca. 1445-1486), von Bern, Onkel des gleichnamigen Luzerner Chronisten. Die Spiezerchronik wurde um 1480 geschrieben.
Original: Burgerbibliothek Bern, Mss. Hist. Helv. I. 16, S. 632

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Unter dem Bild steht der folgende Text:
„Darnach in dem selbigen zite [1415] warent die von Zurich ouch us gezogen am nechsten dornstag nach mitten abrellen, fur mellingen, und Lagent do dryg tage an ein andern, do ergabent si sich [ am 21. April] an die von Zurich nach Lut der briefen darumb gemacht“.


Bild-Nr.: 39031
Bild: Diebold Schilling
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Burgerbibliothek Bern

21.04.1415

1415 Zürcher erobern Mellingen

Der Schultheiss übergibt den Eidgenossen den Stadtrechtsbrief. Dieses Bild ist in Zusammenhang mit der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen zu sehen.
Links oben das Mellinger Banner: Damals noch rote Kugel in weissem Feld.
Das Bild entstammt aus der „Berner Chronik“ von Benedicht Tschachtlan (ca. 1420-1493).
Die Chronik wurde 1470 bis 1471 geschrieben.
Original: Zentralbibliothek Zürich Ms. A 120 S. 461.

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Auf der Rückseite des Bildes findet sich folgender Text:
„Dz sich die von mellingen an die von zurich ergebend. Uff die Selben zit [1415] warent die von zurich uss gezogen an nechsten donstag nachmitten abbrellen fur mellingen und lagent da dry tag do gabent Sie [am 21. April] die stat uf und ergabent Sich an die von zürich als dz Sie brieff wisent so daruber gemacht sint“.


Bild-Nr.: 39030
Bild: „Berner Chronik“ von Benedicht Tschachtlan
Text: „Berner Chronik“ von Benedicht Tschachtlan
Copyright: Zentralbibliothek Zürich Ms. A 120 S. 461

21.04.1415

Zug der Eidgenossen im Mai 1443 nach Mellingen

Zug der Eidgenossen nach Mellingen im Mai 1443 [Alter Zürichkrieg]. Gemälde aus der Luzerner Bilderchronik von Diebold Schilling, Neffe von Diebold Schilling von Bern. Aufgrund des Gesamteindrucks muss mit vorliegendem Bild Mellingen gemeint sein, obwohl dies im Chroniktext nicht ausdrücklich erwähnt wird. Doch besteht kein Zweifel, dass Mellingen im Detail nie so ausgesehen hat. Bemerkenswert ist aber, dass es sich hier um die einzige Darstellung handelt, auf der die Ulrichskapelle abgebildet ist.
Original: Luzerner Bilderchronik von Diebold Schilling. Besitzerin: Korporation Luzern, als Depositum in der Zentral- und Universitätsbibliothek Luzern, S 23 fol.

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Über dem Bild steht folgender Text: „Wie Baden, Mellingen, Regensperg, Greningen mit Ergow zo handen der Eitgnossen ingenomen wardt. In obgeschribnem jar (1443) namend min heren von Lucern, Zug, Glarus und Underwalden das fryg Ampt in, und zugend für Bremgarten. Da kamend die von Bern und Solothurn zo inen und zugend da all mit einandern, namend Mellingen, Baden, Regensperg, ouch Greningen, und fiengend uff Regensperg xxxxj man. Da ward der vogt erschlagen und das schloss verbrent, uss der ursach hievor des adels halben gehört und vergriffen."


Bild-Nr.: 39038
Bild: Diebold Schilling
Text: Diebold Schilling / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1443

Zürcher vor Mellingen im Alten Zürichkrieg 1445

Die Zürcher unter Hans von Rechberg ziehen am 18. August 1445 vor Mellingen [Alter Zürichkrieg]. Aus der Chronik von Werner Schodoler (1490-1541), von Bremgarten. Diese Chronik wurde um 1510 bis 1530 geschrieben. Kopie aus dem Faksimiledruck von 1981 mit Genehmigung des Faksimile-Verlags Luzern, Bd. 1, S. 122.

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Unter dem Bild steht folgender Text: „An einer Mittwuchen frue Nach unnser frouwen tag Jm ougstenn, alles des vorgenannten Jares [1445], da kam der Rechperger houptman, unnd mit Jmm die von Zurich unnd ander heimlich fur Mellingen und wollten das erschlichenn, unnd Jngenommen habenn. Unnd hiellt der huff dahindenn, unnd giengend Jr ettlich alls ob Si der Eydgnossen Soldner unnd frund werent gegen der Statt zuo der Brugg, und hatten aber wisse krutz an Sich gemachett, unnd meinten, damit, das thor, unnd die Statt Jnnzuonämen, Also wurdenn die Torwartenn an Jrenn geberdenn Jnnen, das Si Vyend und verrätter warend, und wolt ouch der allmechtig gott das mord nit vertragenn, unnd ward das Thor zuogethan, unnd schussend Jn die Verrätter alls vindtlich das Si mit schanden abzugen unnd ouch von gotz gnaden Jr mengem sin verdienter lon ward. “


Bild-Nr.: 39040
Bild: Werner Schodoler
Text: Werner Schodoler
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

18.08.1445

Das Mellinger Juliusbanner 1512

Die silberne Kugel des Mellinger Juliusbanner. Papst Julius II. erteilte 1512 den Mellingern das Privileg, die päpstlichen Schlüssel auf ihrem Banner anzubringen.

Weitere Angaben über das Juliusbanner s. Bild-Nr. 39041


Bild-Nr.: 39041.a
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Viktor Zimmermann

1512

Das Juliusbanner

Oben links ist auf dem Mellinger Juliusbanner das sogenannte "Eckquartier", eine Strahlenkranzmadonna, angebracht. Die zahlreichen noch in der Schweiz existierenden Juliusbanner zierten ihre "Eckquariere" mit den verschiedenartigsten sakralen Abbildungen.

Über das Mellinger Juliusbanner generell s. Bild-Nr. 39041
Literatur: Rainer Stöckli. Das Mellinger Juliusbanner. Reussbote 6. Juli und 13. Juli 2012.


Bild-Nr.: 39041.b
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Viktor Zimmermann

1512

Das Mellinger Juliusbanner 1512

Vor 500 Jahren, also 1512, marschierte ein Kontingent Mellinger Truppen mit einem 20`000 Mann starkem Heer aus der Eidgenossenschaft in die Lombardei, um Papst Julius II. zu helfen, die Franzosen aus Oberitalien zu vertreiben, was damals denn auch gelang. Als Anerkennung erhielten die eidgenössischen Orte sowie Untertanengebiete und Städte das Privileg, fortan in ihrem Banner eine sakrale Darstellung und teilweise die päpstlichen Schlüssel zu führen, unter vielen anderen auch Mellingen.

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Am 26. Juli 1512 verlieh Kardinal Matthäus Schiner im Auftrag des Papstes Julius II. das Privileg an Mellingen, die Papstschlüssel in seinem Banner zu führen. Das auf Pergament geschriebene, in Alessandria (Italien) ausgestellte Originaldiplom liegt noch heute (2017) wohlerhalten im Mellinger Stadtarchiv. Darin ist genau beschrieben, wie die Schlüssel auszusehen hätten. Unter der päpstlichen Schnur müssten die gekreuzten goldenen Schlüssel in der Mitte rot gefärbt sein. Doch auf dem im Museum aufbewahrtem Banner sind die Schlüssel durchgehend golden gefärbt. Dazu ist zu bemerken, dass das im Museum ausgestellte Banner nach neuerer Literatur eine vielleicht nicht ganz originalgetreue Nachbildung aus dem Ende des 16. Jahrhunderts ist. Frühere Publikationen datieren das Banner sogar ins 17. Jh. Dass aber die Mellinger ihr originales Juliusbanner tatsächlich mit sich führten, ist in der „Basler Chronik“ 1513 bezeugt. Damals zogen eidgenössische Truppen auf ihrem Marsch gegen Dijon in der Stadt Basel durch. Die Mellinger Fahne wird folgendermassen beschrieben:
„Ein blutrot feld unnd ein grossy wysse Kuglen in der mitty und in der kugelen zwen guldin schlüssel.“
Allerdings sind bei den zahlreichen Juliusbannern, die noch existieren, nicht der Papstschlüssel das Wichtigste, sondern – wie es der Kunsthistoriker Robert Durrer nennt – das sogenannte „Eckquartier“, d. h. eine Szene aus dem religiösen Leben, welche in einer Ecke des Banners zu sehen war. Bei jeder Fahne war dies ein anderes Motiv. Beim Mellinger Banner ist oben links bei der Fahnenstange eine Mondsichelmadonna aufgemalt, auf der Rückseite - im Museum nicht sichtbar – der Kirchenpatron Johannes der Täufer. Das Banner aus Seidentaffet mit den respektablen Ausmassen von 213 x 235 cm wurde nachträglich durch ein Netz stabilisiert und war, bis es 1997 im Museum in der Stadtscheune ausgestellt wurde, rund 100 Jahre lang als Leihgabe im Schweizerischen Landesmuseum aufbewahrt. Doch war der erste Standort beim Fenster im Parterre der Stadtscheune mit direkter Sonneneinstrahlung wenig geeignet, weil alte Textilien durch intensives Licht schnell Schaden nehmen. Deshalb ist die heutige, den Fenstern abgewandte Position im dritten Obergeschoss wesentlich besser. ...
Wenn man bedenkt, dass am Pavierzug 20`000 Eidgenossen mitmarschierten, ist es begreiflich, dass nicht nur Mellingen ein Juliusbanner zugesprochen erhielt. Laut dem 1944 edierten „Schweizer Fahnenbuch“ sind 39 solche Banner bezeugt. Alle XIII Orte der damaligen Eidgenossenschaft sowie mehrere Landvogteien, Städte und andere politische Institutionen durften mit diesen Ehrenzeichen ausrücken, im Aargau neben Mellingen auch Baden, Bremgarten und die Mannschaft der Freien Ämter. “
Standort: Eine 400 Jahre alte Nachbildung des Banners kann noch heute (2017) im Ortsmuseum in Mellingen bewundert werden.


Bild-Nr.: 39041
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Viktor Zimmermann

1512

Huldrych Zwingli

Huldrych Zwingli war der erste Zürcher Reformator. Aus der Zürcher und der Genfer Reformation ging die reformierte Kirche hervor. Seine Theologie wurde in der zweiten Generation von Heinrich Bullinger und Johannes Calvin weitergetragen. Geboren: 1. Januar 1484, Wildhaus SG Gestorben: 11. Oktober 1531, Kappel am Albis. Ausbildung: Universität Wien, Universität Basel. Bemerkenswert ist, dass Zwingli bei seiner Reise an die Berner Disputation am 2. Januar 1528 im Gasthaus "Hirschen" Mittagsrast hielt, s. Bild-Nr. 39045.


Bild-Nr.: 39046
Bild: Holzschnitt von Hans Asper
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1528

1529 Strategische Skizze von Ulrich Zwingli

1529 Skizze des Reformators Ulrich Zwingli von Anfang Juni 1529.

Diese strategische Skizze zeichnete Zwingli eigenhändig, als zwischen den beiden Kappeler Kriegen 1529 und 1531 die Lage einmal mehr kritisch war und man die katholischen Orte durch eine Proviantsperre in die Knie zwingen wollte. Sie zeigt die Flüsse Limmat, Reuss und Aare mit den Städten Zürich, Baden, Mellingen, Bremgarten, Luzern und Bern. Im oberen Teil der Skizze sind noch Schwyz, Uri und Unterwalden eingezeichnet.

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Der Skizze ist noch folgender Text beigefügt:
„Dise nachuerzeichnete figur gydt anzeigen das den Eydtgnossen von den Funff ordten keyn prouand zuokommen mag. “

Gedruckt in:
Huldreich Zwinglis sämtliche Werke. Bd. VI, II. Teil. Zürich 1968, S. 414.
Original im Staatsarchiv Zürich unter der Signatur StAZ A 229. 1, Nr. 175.


Bild-Nr.: 39020
Bild: Huldreich Zwinglis sämtliche Werke. Bd. VI, II. Teil. Zürich 1968, S. 414.
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.06.1529

Holzschnitt aus der Chronik von Johannes Stumpf 1548

Der Holzschnitt stellt die Stadt in vereinfachter Form dar. So wies die Stadt eindeutig mehr Wohnhäuser auf. Trotzdem handelt es sich hiebei um die älteste einigermassen wirklichkeitstreue Darstellung von Mellingen. Einzelne Gebäude sind recht realistisch dargestellt, so der Iberg, die Kirche (die gotische Vorgängerkirche der heutigen Pfarrkirche), das Spital, das Badhaus, das Alte Rathaus, das Brückentor, die Holzbrücke, der Zeitturm sowie die zwei Rundtürme im Nordwesten der Stadt.


Bild-Nr.: 39043
Bild: Johannes Stumpf
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1548

Holzschnitt aus der Chronik von Johannes Stumpf 1548

Auf diesem Ausschnitt aus der Stumpfchronik sehen wir das Spitalgebäude. Es ist das zweite Haus rechts der Kirche direkt an der Reuss. Die Treppengiebel, die das Haus zieren, weisen auf die öffentliche Funktion des Gebäudes hin.

s. auch Bild-Nr. 39200


Bild-Nr.: 39043.1
Bild: Johannes Stumpf
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1548

Ostansicht von Mellingen ca. 1555

Ausschnitt aus dem "Ehrenwerk des Hauses Österreich" von J.J. Fugger. Von diesem Werk gibt es zwei (oder gar drei) Exemplare: Das hier vorliegende aus der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Codex. Vindob. 8613), wo das Mellinger Wappen richtig dargestellt ist, das andere (oder zwei?) in der Bayerischen Nationalbibliothek in München (Cmg 895, fol 142r), auf dem das Mellinger Wappen als silberne Kugel in blauem Feld erscheint,
s. Bild-Nr. 39051, wo sich zahlreiche weitere Angaben über die im Grossen und Ganzen fast gleichen Gemälde finden.


Bild-Nr.: 39051.1
Bild: J.J. Fugger
Text: Ehrenwerk des Hauses Österreich / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1555

Ostansicht von Mellingen ca. 1555

Aus: Ehrenwerk des Hauses Österreich, Original in der Staatsbibliothek München, Cgm. 895 Blatt 142r. Kolorierte Federzeichnung von ca. 1555 aus: Johann Jakob Fugger. Spiegel der Ehren des Erzhauses Österreich.


Bild-Nr.: 39050
Bild: Ehrenwerk des Hauses Österreich, Original in der Staatsbibliothek München
Text: Fotoarchiv Mellingen
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1555

Ostansicht von Mellingen ca. 1555 Ausschnitt

Aus: Ehrenwerk des Hauses Österreich, Original in der Staatsbibliothek München. Aquarell von ca. 1555


Bild-Nr.: 39050.1
Bild: Ehrenwerk des Hauses Österreich, Original in der Staatsbibliothek München. Aquarell von ca. 1555
Text:
Copyright:

1555

Ostansicht von Mellingen ca. 1555

Ostansicht von Mellingen, Aquarell von ca. 1555. Das Orginalbild findet sich in: J.J. Fugger. "Ehrenwerk des Hauses Oesterreich". Dieses Werk dürfte ebenfalls in der Bayrischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt sein. Das Stadtbild ist recht vereinfacht dargestellt. Doch die Wehranlagen sind relativ wirklichkeitsgetreu wiedergeben: Zeitturm, die beiden Rundtürme gegen Nordwesten und das Brückentor. Wir erkennen auch verschiedene weitere markante Bauten, wie den Iberg, die Pfarrkirche, das Spital, das Badhaus, das Rathaus und die Brücke.

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Merkwürdig ist, dass das Mellinger Wappen rechts des Zeitturms als silberne Kugel in blauem Schild erscheint. Auch das Wappen am untern Blattrand (silberne gekreuzte Schlüssel in blauem Schild) wird fälschlicherweise als Mellinger Wappen bezeichnet. Tätsächlich handelt es sich um das Wappen von Huttwil, dessen Text auf jenen von Mellingen folgt. Beachte, dass das fast gleiche Aquarell in der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird (s. Bild-Nr. 39051.1), wo das Mellinger Wappen in den richtigen Farben erscheint. Es stellt sich daher die Frage, ob in der Staatsbibliothek München zwei verschiedene Abbildungen von Mellingen vorhanden sind.

Text oberhalb des Bildes: "Conterfettung der Statt Mellingen an der Ruiss (1) gelegen"
Text unterhalb des Bilds: "Mellingen ain klaines aber lustiges vnnd wolgelegens Stättlen ligt ann dem enndt / des Ergauss an der Ruiss vnnd hatt ann wol erbaute prukhen vber die Ruiss auff dass Zurichgaw. Dises Stattlen Mellingen ist ie vnnd allwegen jn / der Graven vonn Habspurg gebiett vnnd gehorsam gewesen, vnnd hatt den Fursten vonn Oesterreich vil getreuer diennst Jnn kriegen vnnd sonnst bewi / sen, Jst aber Anno Tausennt Vierhunndert vnnd Funffzehen vonn den Aidgenossen gewonnen vnnd zue dess Reichs Hannden gestelt, aber hernach vom Konig Sigismundo sambt Baden Brembgarten vnnd Sursee vonn wegen dess verganngnen khriegs kosten den Aidgenossen verpfenndt worden."

1) Das in diesen beiden Texten als Esszett vorkommende deutsche Doppel-S wird
hier als ss wiedergegeben.


Bild-Nr.: 39051
Bild: J.J. Fugger
Text: Ehrenwerk des Hauses Österreich / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1555

Mellingen: Holzschnitt von 1566

Diese Abbildung (Holzschnitt) stammt aus dem Jahre 1566 und ist ein Ausschnitt aus der Karte von Josua Murer von Zürich. Es ist nur eine stilisierte Abbildung des Städtchens und übrigens das einzige Bild vor 1900, welches das Städtchen von Westen her zeigt. Alle andern alten Stiche zeigen Mellingen von Osten, also von der Reussseite her. Wenn dieses Bildchen auch stilisiert ist, so ist der Zeitturm doch recht realistisch - mit Zinnenkranz und einem spitzen Türmchen auf einem Flachdach - gleich wie bei Stumpf und im Ehrenwerk Österreichs abgebildet.


Bild-Nr.: 39044
Bild: Josua Murer
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1566

1578 Schoepfkarte

Die Reuss bildete auf den letzten Kilometern zwischen 1415 und 1798 die rot eingezeichnete Staatsgrenze zwischen dem Berner Aargau und der zu den Gemeinen Herrschaften der Eidgenossenschaft zählenden Grafschaft Baden. Die nach Süden ausgerichtete Berner Landkarte von Thomas Schoepf aus dem Jahre 1578 vermerkte symbolhaft für die Dörfer und Städte die wichtigsten Gebäude. In «Königsfelden» das 1528 aufgehobene Doppelkloster, in «Birmisdorf» und in «Gebisdorf» die ehemalige paritätische Kirche und ein paar Höfe. Stattlicher fallen die umliegenden Burgen aus, am stattlichsten die Städte «Bruck» und «Moellingen» - und allen voran der Tagsatzungsort Baden.


Bild-Nr.: 39055
Bild: Staatsarchiv Bern
Text: Staatsarchiv Bern
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1578

ca. 1580 Zwinglibecher

Silbervergoldeter Becher im Ortsmuseum Mellingen, wohl Ende 16. Jahrhundert. Der Legende nach schenkte Ulrich Zwingli diesen Becher zum Dank der Stadt Mellingen, als er mit grossem Gefolge am 2. Januar 1528 von Zürich über den Heitersberg nach Mellingen ritt, hier im „Hirschen“ zu Mittag ass und weiter über Lenzburg an die Berner Disputation ritt, aufgrund derer auch Bern zur Reformation übertrat und somit der Reformation in der Eidgenossenschaft zum Durchbruch verhalf.

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Dass dieser wertvolle Becher ein Geschenk Zwinglis war, ist unmöglich. Es handelt sich nämlich um ein Werk eines Nürnberger Goldschmieds aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts mit den Initialen HBK. Bis auf den heutigen Tag konnte der Name dieses Goldschmieds nicht eruiert werden. Genau so unklar ist, wann dieser Becher in den Besitz der Stadt Mellingen gekommen ist. Es ist anzunehmen, dass ein begüterter Mann im 17. und 18. Jahrhundert, als er in Mellingen Bürger wurde, diesen Becher geschenkt hat. Denn jeder musste der Stadt, wenn er Mellinger Bür-ger werden wollte, im Minimum einen silbernen Becher schenken. Leider sind diese Bürgerbecher 1712 und um 1798, da Mellingen in grosser finanzieller Not war, verkauft worden. Nicht verkauft wurde aber der sog. Zwinglibecher. Dass dieser so genannt wurde, hat seinen Grund zum Teil wohl deshalb, als auf der Innenseite des Deckels die Inschrift steht: „Symbolum Colloquij Marpurgensi 1529“. Diese Inschrift lautet auf Deutsch: „Sinnbild des Marburger Gesprächs 1529. “ Mit dem Marburger Gespräch ist die Zusammenkunft gemeint, an der Martin Luther und Ulrich Zwingli die Abendmahlslehre diskutierten, ohne sich aber einigen zu können. Übrigens hatte der Zwinglibecher noch 1798 nicht diesen Namen. Damals schrieb man ins Ratsprotokoll: Wenn man schon die Silberbecher veräussern müsse, wolle man den „Bächer vom Symbolum Marburgensis“ als besonders schönes Stück nicht verkaufen. Mit anderen Worten, der Name Zwinglibecher entstand wohl erst im 19. Jahrhundert, einerseits wohl wegen der Inschrift auf dem Innern des Deckels und anderseits, weil auf dem Deckel ein Wappen angebracht ist, das demjenigen von Ulrich Zwingli ähnlich ist. Als 1894 die „Evangelisch-reformierte Genossenschaft Mellingen und Umgebung“ gegründet wurde, erlaubte der Gemeinderat, an der ersten Abendmahlsfeier im Gemeindesaal im heutigen Rathaus am Kirchplatz den Zwinglibecher als Abendmahlbecher zu verwenden. Ende des 19. Jahrhunderts war der Becher dann eine Zeitlang als Depositum im Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich. 1904 verkaufte dann Mellingen den Becher für 1700 Fr. an den bedeutenden Bahnbau-ingenieur und Kunstfreund Roman Abt in Luzern. Nach Abts Tod kam seine Sammlung in den Kunsthandel. In den 1930er-Jahren wurde er von Albert Nüssli (1891-1984) gekauft. Dieser wollte den Becher der reformierten Kirchgemeinde schenken. Da diese aber keinen geeigneten Platz fand, um diesen zu präsentieren, verzichtete er auf die Schenkung. 1997 schenkte die Erbengemeinschaft Nüssli den Becher schliesslich ans Ortsmuseum, unter der Bedingung, dass der Becher nie verkauft werden dürfe.


Bild-Nr.: 39045
Bild: Christine Seiler
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1580

Fuss des Zwinglibechers

Fuss des Zwinglibechers im Ortsmuseum Mellingen. Das hier sichtbare Wappen mit den Initialen CPG konnte bislang nicht zugeordnet werden.

Ausführliche Angaben über den Zwinglibecher s. Bild-Nr. 39045


Bild-Nr.: 39045.1
Bild: Christine Seiler
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1580

Mellingen nach 1642

Als Vorlage diente der Stich von Matthäus Merian, 1642. Abgebildet in: Beschreibung der Herzogthümer Lothringen Savoi und Schweiz …
und in: Johann Hieronymus Lochner, Geographische Bilderlust von der Schweiz, 1752.


Bild-Nr.: 39060
Bild: Johann Hieronymus Lochner u.a.
Text: Madlen Zimmermann
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1642

Stich aus der Chronik von Matthäus Merian 1642

Mellingen von Nordosten, nachträglich kolorierter Kupferstich von Matthäus Merian: übernommen aus: M. Zeiller, Topographiae Helvetiae ..., Frankfurt 1642. Es ist dies die älteste Abbildung Mellingens, welche das damalige Aussehen des Städtchens am realistischsten darstellt. Hier sehen wir auch eindrücklich, wie das Schlösschen Hünegg (heute Restaurant Chang Cheng) dereinst ausgesehen hat.

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Matthäus Merian wurde am 22. September 1593 in Basel als Sohn des Sägmüllers und Ratsherrn Walther Merian geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums erlernte er beim Zürcher Kupferstecher Friedrich Meyer das Zeichnen, Kupferstechen und Radieren. Von 1610 bis 1615 studierte und arbeitete er in Straßburg (bei Dietrich Brentel), Nancy und Paris (bei Jacques Callot). 1615 entstand in Basel sein großer Basler Stadtplan. Nach seinen Reisen über Augsburg, Stuttgart und die Niederlande kam Merian 1616 nach Frankfurt am Main und Oppenheim, wo er für den Verleger und Kupferstecher Johann Theodor de Bry arbeitete; de Bry besaß in Oppenheim eine Kupferstecherei und in Frankfurt ein Verlagshaus, in dem damals große Reisebücher zu den fernöstlichen Ländern vorbereitet wurden. 1617 heiratete er die Tochter Maria Magdalena de Bry. Er arbeitete in dieser Zeit auch für den Kupferstecher und Verleger Eberhard Kieser. Er zog 1620 nach Basel, wo er das Zunftrecht erwarb und sich selbständig machte. Nach dem Tod seines Schwiegervaters (1623) führte er dessen Verlagshaus in Frankfurt fort und erwarb 1626 das Bürgerrecht. 1627 nahm er Wenzel Hollar als Schüler in seine Werkstatt auf. Nach dem Tode seiner Frau (1645) heiratete Merian 1646 Johanna Sibylla Heim. Aus seiner ersten Ehe stammen zwei Töchter und drei Söhne, darunter die auch in seiner Werkstatt tätigen Söhne Matthäus Merian der Jüngere und Caspar Merian; aus der zweiten Ehe ging die Tochter Maria Sibylla Merian hervor, die begabte Blumen- und Insektenmalerin. Matthäus Merian starb nach langer Krankheit am 19. Juni 1650 in Langenschwalbach bei Wiesbaden. Er wurde auf dem Peterskirchhof in Frankfurt bestattet. Nach seinem Tod übernahmen seine beiden Söhne Matthäus und Caspar den Verlag und gaben unter dem Namen Merian Erben seine Werke weiter heraus. Weniger bekannt als seine Verlegertätigkeit ist, dass Matthäus Merian sich intensiv mit religiösen Fragen befasst und Kraft geschöpft hat aus seinem persönlichen Verhältnis zu Gott. Ihm kam es vor allem auf die Ergriffenheit des einzelnen durch den Geist Gottes an, weniger auf Kirche, Bibel und Sakramente. Im Jahr 1637 schrieb er im Anklang an einen Bibelvers (1 Kor 2, 14 LUT): „Der natürliche Mensch versteht nicht den Geist Gottes, es ist ihm eine Thorheit und große Kezerey, unnd obschon er der grösste Doctor were, unnd auf allen Schulen der Welt gelehret hette unnd alle Bücher sambt der Bibel ausswendig könnte, so hielffe und diene es doch alles zur Seligkeit nichts, wo nicht der Heilige Geist selbsten inwendigk in der Seelen lehret. “In diesem Sinn gestaltete Merian auch sein Wappen und Verlagssignet, in das er den Leitsatz „Pietas contenta lucratur“ (etwa: „Frömmigkeit zahlt sich aus“) mit einem Storch als Wappentier aufnahm.
Quelle: Wikipedia


Bild-Nr.: 39065
Bild: Matthäus Merian
Text: Madlen Zimmermann / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1642

Stich Bauernkrieg 1653

Stich aus „Neujahr Kupfer ab der Bibliothec Zu W[interthur]", wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Das Bild symbolisiert den Bauernkrieg von 1653, als die Bauern bei Mellingen von den Regierungstruppen besiegt wurden. In der Mitte sehen wir die Stadt Mellingen. Oben der Spruch: „Catulus Leonem allatrat“, d. h. das kleine Tier fällt den Löwen an. Im Vordergrund ein Löwe, der einen Hirsch bekämpft. Darunter der Spruch:„Der schwache den starken begeret zu trutzen Da besser ihm were die Felder zu nutzen. “

Gafische Sammlung der Zentralbibliothek Zürich, Mellingen I, 5.


Bild-Nr.: 39071
Bild: Zentralbibliothek Zürich
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Zentralbibliothek Zürich

1653

Mellingen nach 1642

Grundlage dieser Abbildung bildete der Stich von Matthäus Merian, 1642. Vorliegender Stich dürfte im 18. Jahrhundert entstanden sein.
Text über der Abbildung: "Prospect von der Statt Mellingen."
Standort: Graphische Sammlung, Zentralbibliothek Zürich


Bild-Nr.: 39062
Bild: Unbekannt
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1700

Mellingen nach 1642

Als Vorlage für diese Skizze diente wohl der Stich von Matthäus Merian von 1642. Die Skizze selbst dürfte aus dem 18. Jh. stammen.
Unter dem Bild steht: "Die Stadt Mellingen an der Reüss."


Bild-Nr.: 39061
Bild: Graphische Sammlung, Zentralbibliothek Zürich
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1700

1712 Villmergerkrieg: Einmarsch der Zürcher in Mellingen

Am 22. Mai 1712 marschierten 5000 Zürcher in Mellingen ein. Gleichzeitig drangen 8000 Berner von Westen her gegen das Städtchen. Mellingen ergab sich darauf kampflos. Nachdem die Katholiken am 25. Mai bei Villmergen vernichtend geschlagen wurden, war Mellingen von 1712 bis 1798 nurmehr eine Untertanenstadt von Bern, Zürich und Glarus.

Kupferstich von Johannes Meyer

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Literatur: Rainer Stöckli. Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Fribourg 1979, S. 467-496.

Auf diesem Stich ist die Uhr am Zeitturm erstmals auf einer Abbildung eindeutig sichtbar. Doch ist anzunehmen, dass sicher seit 1544 eine Uhr angebracht war.
Interessant ist, dass schon hier der zweite Rundturm gegenüber dem Hexenturm fehlt. Es ist daher anzunehmen, dass dieser um 1712 abgetragen wurde.

Text über dem Stich: "Eigentlicher Aspect Der Statt Mellingen, Welche an beide Hochlobl: Ständ Zürich und Bern sich ergeben, und gehüldiget, den 22. te Mey 1712. Auss grossen Gnaden Beider Hochlobl: Ständen, wird die Statt bey ihrer Freiheit und Religion gelassen, und ist mit einer Garnison Von 400 Mann Besetzet worden."
Text unter dem Stich: "A. Der Berneren Lager auff Meyengrün. B. der Scharmutz da die Lucerner 2. stück den Berneren uberlassen müssen. C. Der ein Zug der Berneren in Mellingen. D. Der ein Zug der Züricheren hinunder über den Berg in Mellingen. E. Pfarrkirchen F. Comenthers Haus G. das Oberthor. H. Das Rathhaus. Johannes Meyerus delineavit et Fecit."


Bild-Nr.: 39085
Bild: Johannes Meyer
Text: Madlen Zimmermann / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

22.05.1712

Mellingen um 1770

Das Öl-Gemälde von ca. 1770 befindet sich im Ortsmuseum im dritten Stock. Man erkennt den Zeitturm mit dem zwar etwas steilen Turmdach und dem Spitztürmchen. Um diese Zeit herum, nämlich 1768, erneuerte Franz Heinrich Zumstein das Turmdach, wie in einer weiteren Urkunde des Turmknopfs nachzulesen ist. Auf dem Ölbild kommt die besondere Verkehrslage Mellingens als befestigter Reussübergang und Warenumschlagplatz deutlich zum Ausdruck. Auf der Hauptstrasse Zürich-Bern streben schwer beladene Wagen und Kutschen der einzigen Reussbrücke zwischen Bremgarten und der Einmündung in die Aare zu.

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Auf der Reuss ist ein reger Schiffsverkehr im Gang. Bei der Sust, in der Nähe des Hexenturms, ist der Umschlagplatz für Güter und Personen sichtbar. Nebst vielen anderen Details erblickt man links im Hintergrund das Dorf Tägerig, an der Strasse nach Wohlenschwil die Antoniuskapelle sowie das Siechenhaus und an der Strasse zwischen Wohlenschwil und Tägerig den Galgen. Im Vordergrund rechts der Reuss erblickt man die Bruggmühle und das Schlösschen Hünegg, das ehemalige Restaurant Rosengarten, heute das Chinarestaurant Chang-Cheng. Abbildung in: Mellingen - Bilder einer aargauischen Kleinstadt. Mellingen 1996, Seite 139.


Bild-Nr.: 39090
Bild: Ortsmuseum Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1750

Mellingen um 1771

Federzeichnung von Kirchmeier Johann Baptist Wassmer (1741-1818), später Stadtrat. Älteste nachweisbar von einem Mellinger Bürger angefertigte Ansicht von Mellingen. Original: In der Handschrift „Statt und Amptische Recht [von Mellingen]“, in Privatbesitz.


Bild-Nr.: 39100
Bild: Johann Baptist Wassmer
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1771

ca. 1780 Gesellenbrief von Mellingen

Stich von Jacob Joseph Claussner (1744-1797), von ca. 1780/90

Im unterenTeil das Formular, in welchem bezeugt wurde, dass der Handwerksgeselle xy bei Meister xy eine gewisse Zeit in Ausbildung war.

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Text: "Wir Geschworne und andere Meister / des Ehrsammen Handwerks ... in der / Lobl. Stadt Mellingen im Ergäuw bescheinen hiermit, dass gegenwärtiger / Gesell Namens ... von ... gebürtig, so ... / Jahr alt, und von Statur ... auch Haaren ... ist, bey uns / alhier ... Jahr ... Wochen in Arbeit gestanden, und sich in solcher Zeit treu, fleissig, still, / friedsam und ehrlich, wie es einem ieglichen Handwerksgesellen gebühret, verhalten hat; / welches wir also attestiren, und desshalben unsere sammtliche Mitmeister diesen Gesellen / nach Handwerksgebrauch überall zu befördern geziemend ersuchen wollen.

Mellingen den ....

Obermeister Meister, wo der Gesell gearbeitet
.... ...."


Bild-Nr.: 39...Gesellenbrief v
Bild: Jacob Josef Claussner
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1780

ca. 1780 Nachbildung des Merian-Stichs von 1642

Es handelt sich eindeutig um eine Abbildung, bei welcher der Merian-Stich als Vorlage diente. Die Zeichnung wurde zwischen 1770 und 1790 von Jakob Kuhn geschaffen.

Angaben der Zentralbibliothek Zürich: [Prospect von der Statt Mellingen] Kuhn, Jakob [Schweiz], [zwischen 1770 und 1790] Zentralbibliothek Zürich Signatur: STF Kuhn, Jakob XVIII, 106
Persistenter Link: http://dx. doi. org/10. 7891/e-manuscripta-35359


Bild-Nr.: 39070
Bild: Jakob Kuhn
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Zentralbibliothek Zürich

ca. 1780

Strassen-Plan 17 Baden bis Lenzburg

Text von Walter Linder:
"Was ein Strassenplan von 1787 aus unserer Gegend festhält:
Vor Jahrhunderten schon wurden in den Tagsatzungsberatungen der Eidgenossen immer wieder die misslichen Verhältnisse auf den wichtigen Hauptverbindungsachsen in unserem Land bemängelt. Stets wurde versucht, etwas Rechtes zu bewerkstelligen, aber viel fruchteten die Schnellschüsse nicht. Vor allem die beiden mächtigsten Stände Bern und Zürich drängten öfters auf Verbesserungen.

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Die Gründe dafür lagen nicht in erster Linie im wirtschaftspolitischen, sondern vielmehr im militärischen Bereich, weil zur gegenseitigen Hilfe aufgebotene Truppen rasch vorwärts kommen mussten. In den 1760er-Jahren wurden ernsthafte Pläne entworfen. Für sie zeichnete teils Antoni Renner, der Jüngere, aus Nidau, verantwortlich. Er bearbeitete vor allem die Abschnitte im heutigen Kanton Aargau zwischen Murgenthal und Zürich. Die zu Beginn der 1770er-Jahre schliesslich gebaute bessere Strasse wurde 1787 von Ingenieur P. Bel mit 'bernisch privilegierter Bewilligung' in einem15 Blätter umfassenden PIan festgehalten.
Dem Strassentrassee entlang sind auf diesem farbigen Plan sehr viele Details eingezeichnet, nämlich die Dörfer, Weiler, wichtige Einzelgehöfte, Kirchen, Kapellen, Schlösser, Wälder, FlussIäufe und Bäche.

Stundensteine als wichtiges Moment.
Auf dem Blatt 9, welches den Strassenverlauf zwischen Othmarsingen und Dättwil festhält, sind mit den Bezeichnungen „16 L“, „17 L“ und„18 L“ drei sogenannte Stundensteine eingetragen. Jener mit der 16 ist heute noch zu sehen; er steht von Othmarsingen in Richtung Lenzburg kurz nach der grossen Bahnunterführung beim AMP. Jener mit der 17 müsste ungefähr beim steinernen Kreuz ausgangs Wohlenschwil in der Nähe der 'Liegenschaft Blank' stehen, der mit der 18 in der Nähe des Dättwiler Restaurants 'Pinte', nachdem die Strasse den leichten Anstieg nach dem 'Hüehnerstäg' überwunden hatte. Weitere wichtige Details zeigen die Mägenwiler Kapelle, das Dorf Eckwil, damals als 'Nekweler Hoof' eingetragen, den Mellinger Galgen (als 'Gibet' in französischer Sprache), die St. Antonius-Kapelle und die beiden Mühlen im ,Mellinger Dorf' am Mühlebach. Wichtig ist auch, dass nach der Reussbrücke in Mellingen die 'Route de Ia Poste à Zurich' [d.h. für die Postboten zu Fuss und zu Pferd] abzweigte, also über den Heitersberg nach Spreitenbach führt, wo die Einzweigung der wichtigen Route als 'Route de Ia Poste à Mellingen' eingezeichnet ist. Ein weiteres interessantes Detail: Die Strasse von Mellingen nach Baden führte nicht über Fislisbach, sondern durchs heutige Mellinger Bahnhofquartier (Obere Bahnhofstrasse) am 'Reservoir' vorbei und beim heutigen Restaurant 'Sommerhalde' - vielen als 'Hüehnerstäg' bekannt - vorbei nach Dättwil. Von diesem Strassenstück aus sah man wie heute noch hinüber zum 'Fislisbacher -Boll', wo schon zu jener Zeit zuoberst ein Kreuz stand."

Unter Stundensteinen verstand man Steine, auf denen angegeben war, wieviele Stunden es noch dauerte, bis man Bern erreichte. Meist galten diese Angaben für Fussgänger.


Bild-Nr.: 39150
Bild: Privatbesitz
Text: Walter Linder
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1787

Ehrenwappen der Schultheissen

Schild über den Wappen mit folgender Inschrift: "Ehrenwappen der Herren Schultheissen zu Mellingen, samt den Insignien der Stadt und derer Gerichten &c 1790."
Die Stellung des Schultheissen als Stadtoberhaupt und Richter machte ihn zweifellos zum wichtigsten Mann in der Gemeinde. Dass er dem Stadtherrn genauso wie den Bürgern gegenüber verantwortlich war, machte sein Amt im Mittelalter delikat. Das Stadtrecht von 1296 bestimmte, dass nur ein Mellinger Bürger Schultheiss werden konnte und dass er überdies kein Adliger sein dürfe. Dies war eine klare Konzession an die städtischen Interessen.

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Doch wurde der Schultheiss nicht von den Mellinger Bürgern bestimmt, sondern vom Stadtherrn, der aber vorher die Bürger anhören musste. Bis 1415 hatten die Mellinger dann aber das Recht, ihre Schultheissen, den Stadtrat und den Pfarrer selbständig und ohne Einsprache von aussen zu wählen, durchgesetzt. Im Ortsmuseum befindet sich grosse, farbenprächtige Tafel mit den Namen und Familienwappen der Schultheissen und Stadtammännern von 1232 bis 1831. Auf einzelnen Täfelchen sind wichtige Ereignisse während ihrer Amtszeit stichwortartig vermerkt, so zum Beispiel: "Herr Johann II. Segeser, 1374. Bekam durch Heurath mit Katharina von Yberg den Hof Yberg 1350."; "Herr Johann Frey, 1504, Amtsschultheiss zur Zeit der grossen Brunst, den 1. September 1505."; "Herr Johann Meyer, 1535. Unter ihm ward das Rathhaus neu gebauen 1536. Starb 1540."; "Herr Karl Joseph Müller 1761. Unter ihm wurde die neue Brücke gebaut. Starb 1798." Quelle: Otto Müller. Begleitheft Ortsmuseum Mellingen, Mellingen 1997, S. 19f.
Bemerkenswert ist auch das Gemälde der Stadt im untern Teil der Tafel. Dieses gibt recht wirklichkeitstreu wieder, wie die Stadt damals ausgesehen hat.


Bild-Nr.: 39102
Bild: Unbekannt
Text: Otto Müller / Madlen Zimmermann / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1790

Mellingen: Plan vor 1811

Plan von Mellingen möglicherweise aus der Zeit vor 1811. Begründung dieses Datums: Um die Kirche sind noch Gräber eingezeichnet. 1811 wurde aber der Friedhof bei der Kirche endgültig aufgehoben. Möglicherweise aber standen einzelne Grabsteine auch noch nach 1811 bei der Kirche. Auf jeden Fall handelt es sich um den ältesten, wenn auch nicht sehr genauen Plan von Mellingen. Wie es scheint, ist das 1835 abgebrochene Bruggertor noch eingezeichnet. Da der Plan französisch beschriftet ist, könnte dieser auch aus der Zeit der Helvetik (1798-1803) stammen, als sich mehrmals französische Truppen in und um Mellingen aufhielten.


Bild-Nr.: 39105
Bild: Unbekannt
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1811

Gefecht bei Mellingen im Bauernkrieg 1653

Das Hauptgefecht im Bauernkrieg fand am 3. Juni im Raum Mellingen/Wohlenschil statt. Am 4. Juni schlossen die regierenden Orte mit den Bauern den sogenannten "Mellinger Frieden".

Stich von Martin Disteli (1802-1844), erschienen im Distelikalender 1839.

Literatur: Rainer Stöckli. Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis 1650. Fribourg 1979, S. 422-443.


Bild-Nr.: 39067
Bild: Martin Disteli
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1839

Museumstreff über das Gemälde von ca. 1790


Bild-Nr.: 39090.1
Bild: Reussbote 6. Juni 2000
Text: Benedikt Nüssli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

6..06.2000