Pfarrkirche

Kirchgassen mit Iberg und Altersheim > Grosse Kirchgasse

1450 Älteste Abbildung der Kirche Mellingens

Initiale P mit der ältesten Abbildung der Kirche Mellingens. Sie entstammt aus dem Mellinger Graduale aus dem 15. Jahrhundert, geschrieben von Franz Anton Trevts.
Aus einem Fenster des Kirchturms ragt das Mellinger Banner, eine silberne Kugel auf rotem Grund. Da diese Fahne etwas dilettantisch dargestellt ist, könnte diese auch zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt worden sein.
Ein Graduale ist ein Choralbuch, das die Gesänge der Messe enthält. Vorliegende Initiale stammt aus dem Glaubensbekenntnis: „Patri omni potentem…“
Originalhöhe des Kirchturms: 3, 5cm.

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Abbildung auf der vorderen Umschlagseite von: Rainer Stöckli, 950 Jahre Kirche Mellingen, Mellingen 1995.
Standort: Archiv der katholischen Kirchgemeinde Mellingen, Nr. 40, Fol 4


Bild-Nr.: 11220
Bild: Jacques Keller
Text: Festschrift 950 Jahre Kirche Mellingen / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1450

1523 - Jahrzahl am Kirchturm

Diese Jahrzahl ist die älteste, welche an einem Gebäude in der Gemeinde angebracht ist. Sie ist unterhalb des Dachs Richtung Grosse Kirchgasse eingemeisselt. Da sie in grosser Höhe angebracht ist, ist sie nur mittels eines Feldstechers deutlich zu sehen. Tatächlich ist urkundlich bezeugt, dass in den 1520er-Jahren am Glockenturm Bauarbeiten vorgenommen wurden. 1538/39 ist erstmals auch eine Uhr am Kirchturm nachgewiesen.


Bild-Nr.: 11150
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Viktor Zimmermann

1523

ca. 1900 Kirchplatz: Pfarrhaus und Pfarrkirche

Um 1900 wurde das städtische Schlachthaus, die sogenannte Metzg, abgebrochen, s. den Schutt im Vordergrund. An dessen Stelle entstanden die beiden Gebäude Grosse Kirchgasse 10 und 12. Hinter dem Schutt ist der Kirchplatzbrunnen zu sehen.
Über der gassenseitigen Front der Pfarrkirche fehlt noch die den First überragende Uhr mit Kreuz.
Die Fassade erhielt erst bei der Restauration von 1911 ihre heutige Form.


Bild-Nr.: 06078
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1900

Um 1900 Blick gegen die Pfarrkirche von der Kleinen Kirchgasse her; Pfarrhaus

Die beiden Fotos sind zeitlich nicht leicht einzuordnen.
Foto links: Einen Hinweis könnte auf diesem Foto die Gaslampe geben; diese ist am oberen Rand links sichtbar. Die elektrische Beleuchtung in der Altstadt wurde erst 1908 installiert.
Rechts das katholisches Pfarrhaus, das zusammen mit dem neuen Rathaus noch eine bauliche Einheit bildet.


Bild-Nr.: 11002
Bild: Fotoarchiv-Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1900

1902 Pfarrkirche, Spittelscheune, Pfarrhaus und neues Rathaus

Ausschnitt aus Bild-Nr. 11000.1


Bild-Nr.: 11000.4
Bild: Apenrade Schles. Holst.
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1902

1902 Pfarrer Karl Abegg

Karl Abegg (1863-1940), von Arth/SZ, Pfarrer von Mellingen von 1901-1913.

Priester 1886, 1887 Vikar am Chorherrenstift zur alten Kapelle in Regensburg (Bayern) und gleichzeitig Student an der dortogern Kirchenmusikschule, 1888 Professor und Musikdirektor am Kollegi Schwyz, 1890 Kaplan und Sekundarlehrer in Gersau, 1897-1923 Feldprediger-Hauptmann der St. Gotthardbesatzung, 1897 Vikar zu St. Peter und Paul in Zürich, 1898 Organist und Chordirektor an der St. Peter- und Paulskirche in Winterthur, 1901-1913 Pfarrer von Mellingen. 1906 Berufung an einen hohen Posten in Rom abgelehnt. 1907 Installierung einer neuen Orgel in der Pfarrkirche. 1908 Berufung als Domherr nach Chur abgelehnt, Übernahme einer Professur am Priesterseminarin Chur abgelehnt.

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1909 Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Baden. Erfolgreiche Einführung von Koch- und Haushaltungskursen in Mellingen, darauf Gründung einer Koch- und Haushaltungsschule in Baden. 1910 Präsident der Gesellschaft der schweizerischen Feldprediger. Unter ihm wurde die Kirche in Mellingen 1911 im neubarocken Stil umgestaltet.1911 Ehrenmitglied der Mozartstiftung in Salzburg. 1913-1926 Pfarrer in Frick. 1917 im Ersten Weltkrieg Organisator des ersten österreichischen Kinderzuges aus Vorarlberg in die Schweiz mit 445 Kindern. Weitere Kinderzüge aus Tirol und Wien. Am 24. und 25. September 1920 weilte Kaiser Karl I. als Gast bei Karl Abegg im Pfarrhaus in Frick. Die Ehrung als Dr. hc. der Theologie der Universität Graz abgelehnt. 1926-1930 Pfarrer in Sattel/SZ. 1930-1937 Kaplan in Hägglingen, wo er aber bis zu seinem Tod im Jahre 1940 verblieb. In dieser Zeit unzählige Vorträge und Korrespondent bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften.

Literatur. id. Das vielfältige Wirken der Hägglinger Priesterpersönlichkeit Karl ab Egg. Reussbote 29. Dezember 1998.
Ausschnitt aus Bild-Nr. 11000.1


Bild-Nr.: 11000.3
Bild: E. Schramm, von Apenrade, Schleswig-Holstein
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1902

1902 Pfarrkirche Innenansicht

Ältestes Foto, das die Innenansicht der Kirche zeigt. An der Decke des Kirchenschiffs war auch damals ein Gemälde angebracht, ebenfalls an der rechten Seitenwand. Ausschnitt aus Bild-Nr. 11000.1


Bild-Nr.: 11000.2
Bild: E. Schramm, von Apenrade, Schleswig-Holstein
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1902

Um 1912 Chor und Vorderes Kirchenschiff nach der Restauration 1911/12

Das Kirchenschiff wurde 1911/12 im neubarocken Stil umgestaltet. Auffälig ist das weit herunter reichende Gewölbe über dem Kirchenschiff. Noch fehlt das 1918 von Georges Troxler geschaffene Deckengemälde, s. Bild-Nr. 11003.



Bild-Nr.: 11034.10
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1912

1912 Pfarrkirche - Orgel von Theodor Kuhn, Männedorf

Nachdem die Stadtkirche schon 1907 eine neue Orgel von Theodor Kuhn, Männedorf, erhalten hatte, wurde 1911/12 das Innere des Gotteshauses in neubarockem Stil umgestaltet: Das Kirchenschiff wurde stark eingewölbt. Decke, Wände und auch die Empore schmückte man mit reichen Stuckaturen. Anlässlich der Restauration 1970/72 ersetzte man die Kuhn-Orgel mit einem Instrument der Firma Metzler in Dietikon. Der damals neu geschaffene filigrane Orgelprospekt bildet ein apartes Pendant zu den klassizistischen Altären.


Bild-Nr.: 11004
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1912

1912 Pfarrkirche nach dem Umbau 1911/12

Während das Kircheninnere in neubarockem Stil recht starke Veränderungen erfuhr, sind an der Aussenfassade relativ wenige Änderungen festzustellen. Wichtigste Neuerung war der Aufbau im Bereich der Giebelspitze der gassenseitigen Front mit einer neuen Uhr, überhöht von einem steinernen Kreuz. Ein flaches Horizontalband markiert die Basis des Gibels, zwei vertikale Bänder teilen ihn in drei Felder. Die Kanten des Kirchenschiffs erhielten hellerfarbige Quadersteine. Durch diese Massnahmen konnte der vorher fast öde wirkende Fassade ein etwas aufgelockertes Aussehen verliehen werden.


Bild-Nr.: 11009.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1912

Um 1920 Fronleichnam

Auf weissen Kissen tragen Mädchen in Kommunionkleidern die Leidenszeichen Christi: Dornenkrone, Kelch und Kreuzesnägel


Bild-Nr.: 11032
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Otto Müller / Madlen Zimmermann
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1920

1924 Pfarrkirche - Weisser Sonntag

Einzug der Erstkommunikantenkinder in die Pfarrkirche.


Bild-Nr.: 11030
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1924

1930 Hauptgasse: Fronleichnamsaltar

ca. 1930 Fronleichnamsaltar beim Haus Hauptgasse 5, Sattler Iten
Über die Fronleichnamsprozession s. Bild-Nr. 11034


Bild-Nr.: 11033
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

ca. 1930: Pfarrkirche - geschichtliche Daten der katholischen Pfarrei

Zeittafel zur Geschichte der katholischen Pfarrei Mellingen:

1045 Erste Nennung einer Kirche in Mellingen: Besitz des Stifts Schänis
1178 Dem Stift Schänis gehört in Mellingen die Kirche, ein Hof und die Schifflände
1247 Erste Nennung eines Pfarrers in Mellingen: Heinrich Hartlieb
1315 Erste Nennung der Ulrichskapelle
1380 ca. Stiftung der Frühmesserkaplanei durch die Familie Segesser
1415 Das Pfarrwahlrecht gelangt von den Habsburgern an die Stadt

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1444 Stiftung der Mittelmesser- oder Täuferkaplanei durch den Mellinger Bürger Rudolf Rinwin, Pfarrer von Hägglingen
1479 Stiftung der Liebfrauenkaplanei durch verschiedene Bürger von Mellingen
1489 Erste Nennung einer Orgel
1505 Stadtbrand: Kirche teilweise, Pfarrhaus und die drei Kaplaneien total zerstört und wieder aufgebaut
1529 Mellingen tritt zur Reformation über
1532 Mellingen wird gezwungen, zum kath. Glauben zurückzukehren
1555 Erste Nennung der Vorgängerin der Antoniuskapelle
1619 Beginn der Pfarrbücher
1625 Gründung der Rosenkranzbruderschaft
1629- 1637 Restaurierung der gotischen Kirche, neue Glocken, Schenkungen der Kabinettscheiben
1653 Translation der Hilaria-Reliquien
1675 Neubau der heutigen Pfarrkirche
1736 Neubau der Antoniuskapelle
1776 Neue Orgel
1779 Der Iberg wird Pfarrhof
1829 - 1830 Klassizistische Umgestaltung des Kircheninnern
1835 Abbruch der Ulrichkapelle
1850 Abbruch der Beinhauskapelle
1856 Bezug des Pfarrhauses am heutigen Platz
1865 Restauration der Antoniuskapelle
1868 Erste Sitzung der Kirchenpflege Mellingen und somit Trennung der Kirchgemeinde von der politischen Gemeinde
1896 Der Trostburgtwing (Gemeindegebiet rechts der Reuss) kommt von der Pfarrei Rohrdorf an die Pfarrei Mellingen
1907 Neue Orgel
1911 - 1912 Gründlicher Umbau der kath. Kirche
1923 Restaurierung der Antoniuskapelle
1930 Auflösung des Dekanats Mellingen
1957 Neubau des Pfarrhauses
1959 Neues Geläute
1959 - 1960 Renovation des Glockenturms
1961 Aussenrenovation des Kirchenschiffs
1970 - 1972 Restauration des Kircheninnern, neue Orgel
1973 Umgestaltung des Turmchors zur Taufkapelle
1974 Wiedererrichtung des Dekanats Mellingen
1981- 1983 Restauration der Antoniuskapelle
1984 Restauration des Glockenturms
1992 Wiederaufhebung des Dekanats Mellingen
1993 Neubau der Kaplanei mit Pfarreisekretariat und Archivraum
1993 Errichtung des Seelsorgeverbandes Mellingen-Tägerig-Wohlenschwil
1995 Feierlichkeiten "950 Jahre Kirchort Mellingen"
2002 Aussenrenovation des Turms und der Pfarrkirche /neue Umgebungsgestaltung

Baugeschichtliche Angaben s. Bild-Nr. 11000.1

Literaratur: Rainer Stöckli. 950 Jahre Kirche Mellingen. Mellingen 1995.


Bild-Nr.: 11009
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

1935 Primiz von Pater Camillus Meier

P. Camillus Meier war Mellinger Bürger und trat dem Kapuzinerorden bei.


Bild-Nr.: 11032.12
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1935

Primizfeier vermutlich von P. Camillus Meier 1935

Camillus Meier war Bürger von Mellingen und trat dem Kapuzinerorden bei.


Bild-Nr.: 11032.6
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1935

Primizfeier vermutlich von P. Camillus Meier 1935

Camillus Meier war Bürger von Mellingen und trat dem Kapuzinerorden bei.


Bild-Nr.: 11032.5
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1935

1940 Fronleichnamprozession


Bild-Nr.: 11033.3
Bild: Lina Busslinger-Koller
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1940

1940 Fronleichnamprozession

Die Prozession zieht dem ersten Altar beim Haus Kuhn und Huber (heute Garage Huber) an der Lenzburgerstrasse entgegen. Bemerkenswert ist, dass damals im Weltkrieg auch Soldaten mit geschultertem Gewehr mitmarschierten. Über die Fronleichnamsprozessionen s. Bild-Nr. 11034.


Bild-Nr.: 11033.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1940

Fronleichnamsprozession 1940

Fronleichnamsaltar (Routenplan Nr. 2) vor der ehemaligen Sattlerei und Tapeziererei Iten, später Otto und Renate Bättig, Teppiche und Bettwaren. 2017 Bättisa Bodenbelege.
Der Kirchenchor steht vor der ehemaligen Bäckerei Müller, später Jacqueline Schmid, Melliger- Egge, Geschenkartikel, 2017 Mia Moda.
Vor dem Beck Müller buk Bäcker Kleiner noch Brot im Holzofen. Am Sonntag verkaufte dieser auf der gedeckten Holzbrücke 5er-Stückli.
Nachfolger waren die Bäcker Hager und Müller (Reihenfolge unklar). Schliesslich folgte Bäckerei Schwegler.

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Fronleichnam ist das Fest der katholischen Kirche zur Verehrung der Eucharistie, am Donnerstag nach dem ersten Sonntag nach Pfingsten.
Über Jahrzehnte beging man in Mellingen bis zum Jahre 1958 mit Prozessionen das Fronleichnamsfest. Für die Andachten errichtete man
Altäre, bei den bäuerlichen Liegenschaften Kuhn und Huber (heute Garage Huber), bei der Sattlerei Iten (Hauptgasse 5), bei der
Spezerei- und Weinhandlung Riegger (Bruggerstrasse 42) und vor dem Primarschulhaus an der Bahnhofstrasse.

Heute erinnert noch ein Gang um die Kirche mit Himmel, Kreuz und Fahnen an die einstmals traditionsreichen Prozessionen.
Literatur: "Bilder einer aargauischen Kleinstadt", Mellinger Bildband S. 51




Bild-Nr.: 11034
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1940

1940 Fronleichnamprozession in der Lenzburgerstrasse

Auf der andern Strassenseite der erste Altar der Prozession bei der Liegenschaft Kuhn und Huber (heute Garage Huber) an der Lenzburgerstrasse. Über die Fronleichnamsprozessionen s. Bild-Nr. 11034.


Bild-Nr.: 11033.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1940

1950 Pfarrkirche - Hauptportal

Die hier abgebildeten Türflügel und das darüber angebrachte hölzerne Bogenfeld sind Kopien. Die Originale konnten in einer Galerie in Lausanne ausfindig gemacht werden, wurden 1972 restauriert und wieder am Portal angebracht. Diese Kopien wurden vermutlich 1911 anlässlich der damaligen Kirchenrestauration geschaffen und die Originale in den Kunsthandel verkauft.
Die originalen Türflügel samt Bogenfeld sind sehr wahrscheinlich ein Werk des Mellinger Künstlers Johann Adam Widerkehr und wurden nach 1675 geschaffen. Weitere Angaben über das Portal und die originalen Türflügel s. Bild-Nr. 11007.1


Bild-Nr.: 11006.20
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1950

Um 1950 Pfarrkirche - Innenraum im neubarockem Stil

1910/11 wurde das Kircheninnere in neubarockem Stil umgestaltet. Einschneidend war vor allem die stark gewölbte Decke des Kirchenschiffs. Diese sowie die Wände wurden mit relativ reichen Stuckaturen versehen. Die Decke über dem Kirchenschiff zierte ein mächtiges Gemälde -Taufe Christi durch Johannes im Jordan-, geschaffen 1918 von Georges Troxler. Der Chor blieb weitgehend unverändert, ebenfalls Kanzel und Altäre.
Anlässlich der Restauration 1970/72 wurden sämtliche neubarocken Elemente samt Deckengemälde entfernt und im Kirchenschiff wieder eine flache Decke eingezogen.


Bild-Nr.: 11032.11
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1950

Vor 1956 Pfarrkirche, katholisches Pfarrhaus und neues und Rathaus

Das Pfarrhaus ist hier noch in den alten Ausmassen zu sehen. 1956 wurde dieses abgerissen und in kleineren Dimensionen wieder aufgebaut.
Rechts das Schild der "Handlung L. Reinacher", eines Spezereiladens, Grosse Kirchgasse 12.
Über das Rathaus s. Bild-Nr. 06009
Das vor der Kirche parkierte Auto weist auf die 1950er-Jahre hin.


Bild-Nr.: 06010.5
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1955

Nach 1959: Pfarrkirche: Sebastiansglocke

1959 erhielt die Pfarrkirche eine neues Geläute: Vom alten Geläute blieb lediglich die Sebastiansglocke erhalten. Sie hat ihren Standort zwischen Pfarrgarten und Turm. Am Hals trägt sie die lateinische Inschrift " A PESTE VINDICA TUOS S SEBASTIANE SUPPLICES ANNO DNI 1.6.4.1". Zu deutsch: "Heiliger Sebastian, wir bitten Dich, bewahre die Deinen vor der Pest, [gegossen] im Jahre des Herrn 1641". Vermutlich wurde diese Glocke im Angedenken an das letzte grosse Pestjahr 1629, als beinahe die halbe Bevölkerung verstarb, gegossen.
Auf dem Glockenmantel erblickt man das Abbild des Hl. Sebastian und im das vom Reichsadler überragte Doppelwappen der Stadt.

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Gegenüber der Sebastiansglocke sind an der Turmwand zwei Glockenklöppel des alten Geläutes montiert.




Bild-Nr.: 11064
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1959

1959 August 29. Geladene Gäste an der Glockenweihe

von links nach rechts:
Ernst Wälchli?, Lehrer Gottfried Schibli, Stadtammann Marin Frey, Stadtrat Ernst Busslinger, Stadtschreiber Adolf Fuchs


Bild-Nr.: 11063.4
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

29.08.1959

Hauptportal der Stadtkirche, vor der Restauration von 1970/72

Hier sehen wir die Kopien der hölzernen Türflügel, welche von 1911 bis 1970 das Portal zierten. Bei der Kopie war die Türfalle am rechten Flügel, beim Original am linken Flügel angebracht.


Bild-Nr.: 11007.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Madlen Zimmermann
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

vor 1970 Pfarrkirche Hauptportal

Bei den hölzernen Türflügeln handelt es sich um eine Kopie.

Für das Weitere s. Bild-Nr. 11006.20


Bild-Nr.: 11007
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

1970 Chor und vorderes Kirchenschiff vor der Restauration 1970/72

Noch überspannt das Kirchenschiff das weit herunter reichende neubarocke Gewölbe.


Bild-Nr.: 11034.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

Vor 1970 Pfarrkirche: Empore vor der Restauration 1970/72

Auf diesem Foto ist das tief hinunterreichende neubarocke Gewölbe des Kirchenschiffs besonders augenfällig. Die Orgelpfeifen werden von der Decke fast "erdrückt". Die massive Brüstung der Empore trennt diese unvorteilhaft vom übrigen Kirchenraum ab.


Bild-Nr.: 11034.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

Vor 1970 Pfarrkirche - Einstiges Deckengemälde

Das einstiges Deckengemälde „Taufe Christi durch Johannes den Täufer“ auf dem Gewölbe des Kirchenschiffs.

Das frühbarocke Innere der Pfarrkirche von 1675 erfuhr in den Jahren
1829/30 eine durchgreifende klassizistische Umgestaltung.
Keine hundert Jahre später, in den Jahren 1911/12 wurde das Interieur in neubarockem Stil umgestaltet.

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Die Decke des Schiffes wurde stark eingewölbt und 1918 mit einem monumentalen Gemälde von Georges Troxler (1867-1941) aus Luzern bereichert. Es stellte den Mellinger Kirchenpatron Johannes den Täufer dar, der Jesus im Jordan tauft.
Anlässlich der Kirchenrestauration in den Jahren 1970-72 wurde das Schiff im klassizistischen Stil von 1829/30 umgebaut. Das von den Gläubigen tief verehrte Deckengemälde wurde entfernt und das Gewölbe durch eine schlicht gestaltete flache Gipsdecke ersetzt.


Bild-Nr.: 11003
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

Vor 1970 Pfarrkirche - linker Seitenaltar

Der Altar vor der Restauration 1970/72
Mariä Verkündigung, Gemälde von Melchior Paul von Deschwanden (1811-1881), anlässlich der Restauration der Stadtkirche ersetzt durch ein Gemälde im Stil der Renaissance aus der Zeit um 1600/20 zum Thema Mariä Vermählung. Im Kunsthandel aufgekauft. Auch die Kreuzwegstation links des Altars aus der Zeit 1910/11 wurde damals entfernt und durch eine solche aus der Zeit um 1800/20 ersetzt.


Bild-Nr.: 11034.3
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1970

1970 Chor und vorderes Kirchenschiff vor der Restauration 1970-72


Bild-Nr.: 11034.1.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1970

1972 Pfarrkirche nach der Restauration

Von 1970-1972 wurde die Pfarrkirche restauriert.
Links das neue Rathaus, Grosse Kirchgasse 23, und daneben - teils sichtbar - das Pfarrhaus, Grosse Kirchgasse 25.
Die 1977 am Rathaus angebrachte schmiedeeiserne Strassenlampe fehlt noch.


Bild-Nr.: 06013.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1972

1974 Pfarrkirche nach der Renovation 1970-72

Ausser dem bereits 1961 angebrachten hellen Anstrich blieb auch 1972 die Aussenansicht seit der letztmaligen Restauration 1910/11 mit wenigen Ausnahmen unverändert. Anstelle der damals angebrachten Kopien der Türflügel konnten die im Kunsthandel ausfindig gemachten Originalteile zurückgekauft und nach umfassender Restauration am ursprünglichen Ort wieder eingesetzt werden. Auch die Umfassungsmauer wurde neu gestaltet. Anstelle der umgekippten alten Grabplatten schuf man eine niedrige Einfassung aus Beton.

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Die wertvollen Grabplatten, die teils bis in den Anfang des 17. Jahrhunderts zurückreichen, montierte man nachträglich an der Stadtmauer zwischen Iberg und Kirche (s. Bild-Nrn. 11051 und 11051.1) und im Turmchor des Kirchturms. Die Grabplatte für den Mellinger Bildhauer Johann Adam Widerkehr ziert das Innere des Friedhofgebäudes. Diese Epitaphien stammen vom rund um die Kirche angelegten Friedhof. 1736 verlegte man diesen zur Antoniuskapelle an der Lenzburgerstrasse. Einflussreiche Bürger wurden jedoch bis 1811 auf dem Friedhof in der Altstadt beigesetzt.


Bild-Nr.: 11068
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1972

1972 Pfarrkirche nach Restaurierung

Stadtkirche, Abschluss der Renovationsarbeiten 1972: Neubau der Umfassungsmauer.


Bild-Nr.: 11066
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1972

1974 Pfarrkirche: Chor und vorderes Kirchenschiff nach der Restauration von 1970/72

Veränderungen am Kirchenschiff:
Besonders einschneidend war, dass das neubarocke Gewölbe mit dem Gemälde von Georges Troxler von 1918 entfernt und durch eine Flachdecke ersetzt wurde. Auch die 1911 angebrachten Stuckaturen an den Wänden des Kirchenschiffs entfernte man. Die Kirchenfenster wurden neu verglast, die Kabinettscheiben weiter nach oben versetzt, die Schranke zwischen Chor und Schiff entfernt und die Gänge mit einem neuen Steinboden versehen. Das Kirchenschiff erhielt neue Bänke. Grosse Veränderungen ergaben sich bei den Gemälden der Nebenaltäre:

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Grosse Veränderungen ergaben sich bei den Gemälden der Nebenaltäre:
- linker Nebenaltar: vormals Mariae Verkündigung von Melchior Paul von Deschwanden (s. Bild-Nr. 11034.3), danach Mariae Vermählung, im Stile der Renaissance aus der Zeit um 1600/20, 1972 im Kunsthandel erworben.
- rechter Nebenaltar: vormals Kreuzigungsbild von Kaspar Moos, heute auf dem Hauptaltar, danach: Maria mit Petrus und Paulus, gleiche Qualität und Erwerbsjahr wie beim Bild am linken Seitenaltar.
Die auf Putz gemalten Stationenbilder von Josef Fischer (1853-1928) von 1912 wurden durch Ölgemälde aus der Zeit um 1800 nach spätbarocker Vorlage ersetzt, aus dem Kunsthandel erworben.
Auch die neue Beleuchtung mit festlichen Glaskristallleuchtern verleiht dem sonst eher verhalten wirkenden Raum eine festliche Note.



Bild-Nr.: 11071
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1972

1974 Pfarrkirche - Blick ins Kirchenschiff und auf die Empore

Situation nach der umfassenden Restauration von 1970/72, als die gewölbte, tief herunter reichende Decke mit dem mächtigen Gemälde von Georges Troxler entfernt wurde. Auch die Stuckelemente an den Wänden und die relativ grossflächigen Stationenbilder von Josef Fischer fanden keine Gnade mehr – übrigens alles Bau- und Kunstelemente aus der Restaurationsphase von 1910/11. So wirkt das Kirchenschiff seither mit der nur mehr sparsam stuckierten Flachdecke und weitgehend schmucklosen Wänden zwar lichterfüllt, aber trotzdem kühl.

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Einzige belebende Elemente sind die allerdings kleinflächigen Kreuzwegstationen aus der Zeit um 1800/1820 und die klassizistische Kanzel von 1830. Wohltuend wirkt der filigrane in klassizistischem Stil nachgebildete Orgelprospekt als Kontrapunkt zu den Altären. Die neue Orgel selbst ist ein Werk der Firma Metzler in Dietikon.
Im Gegensatz zur fruher mauerförmigen Abschrankung der Empore lässt jetzt das durchbrochene Geländer den Kirchenraum lichter erscheinen.


Bild-Nr.: 11072.1
Bild: Thomas Hartmann 1974, Fotosammlung Aarg. DenkmalpflegeM 3511
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1974

1974 Pfarrkirche: Chor nach der umfassenden Restauration von 1970 – 72

Wichtigste Änderungen nach der Restauration:
- Hauptblatt am Hochaltar: Qualitätsvolles Gemälde mit der Kreuzigung Christi, von Kaspar Moos Zug, 1831. Dieses Gemälde zierte vorher den rechten Seitenaltar – vor der Restauration: Mariä Himmelfahrt, Gemälde von Melchior Paul von Deschwanden.
- Oberblatt am Hochaltar: Johannes Täufer als sitzender Jüngling, frühes 19. Jahrhundert, 1971 aus dem Kunsthandel angekauft – vorher Herz Jesu, Gemälde.

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- Figur links auf dem Hochaltar: Plastik von Johannes dem Täufer, dem Kirchenpatron, ein Werk von Johann Adam Widerkehr, farbig gefasst, 1677 – vorher: gleiche Figur, aber weiss gefasst.
- Figur rechts auf dem Hochaltar: Plastik von Johannes dem Evangelist, Kirchenpatron im Mittelalter, ein Werk von Johann Adam Widerkehr, farbig gefasst, 1677 – vorher: gleiche Figur, aber weiss gefasst.
- Tabernakel: stark umgestaltet: über dem Hostiengehäuse relativ grosser, oben reichverzierter Überbau mit Nische für ein Kruzifix, rechts und links analog zum Altaraufsatz vier korinthische Säulen – vorher: ähnlicher Überbau über dem Hostiengehäuse. Rund um die Nische mit Kruzifix weisse und blaue Weintrauben aus Murano-Glas, die von Innen beleuchtet werden konnten, ein Geschenk von Pfarrer Richard Bopp.
- Kredenztischchen links des Hochaltars: Statue des Heiligen Benedikt, bis 1972 in der Antonius Kapelle, Anfang 17. Jahrhundert – vorher Statue eines Heiligen (Pfarrer von Ars?)
- Kredenztischchen rechts des Hochaltars: Statue des Heiligen Nepomuk, Anfang 18. Jahrhundert, bis 1972 in der Antoniuskapelle – vorher: Statue einer Heiligen (Theresia von Lisieux?)
- Zelebrationaltar: Steinmetzarbeit von Othmar Ernst, 1972, Kopie nach dem Abendmalstisch in der Stadtkirche Lenzburg – vorher: einfache, schmucklose Holzkonstruktion.


Bild-Nr.: 11072
Bild: Thomas Hartmann, Aarg. Denkmalpflege, M 3512
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1974

1992 Pfarrkirche: Hauptportal

Teilansicht der reich skulptierten Flügeltüre im Bereich der Türfalle: In der Mitte oben eine der diabolischen Masken, wie sie sich mehrfach im Hauptportal finden.

Ausführliche Angaben s. Bild-Nr. 11007.1


Bild-Nr.: 11008
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1992

1992 Pfarrkirche Hauptportal

Das Schmuckstück der gassenseitigen Front bildet das reich skulptierte Hautportal. Das steinerne Türgericht besteht aus einem pfeilergestützten Rundbogen mit maskenbesetztem Schlussstein. Links und rechts des Bogens zwei Engelsköpfe und das Baudatum 16 – 75. Über zwei Wandpfeilern erhebt sich ein Dreieckgiebel. Im Giebelfeld prangt das Doppelwappen der Stadt unter dem gekrönten Reichsadler (Original im Ortsmuseum). Die hölzernen Türflügel und das darüber angebrachte Bogenfeld sowie das steinerne Türgericht sind vermutlich Werke des Mellinger Bildhauers Johann Adam Widerkehr.

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Im Bogenfeld finden sich analog zum Türgericht zwei Engelsköpfe. In den Türflügeln fallen grimmige Fratzen, die an den Teufel erinnern könnten, auf, eventuell sinnreich für eine Kirchenpforte: Symbole von Gut und Böse. Der Kunsthistoriker Peter Hoegger urteilt über diese Schnitzarbeiten: „Die vortreffliche, nach erstrangigen Vorlagen geschaffene Holztüre darf sich mit den besten Ornamentsstücken des Knorpel- und Ohrmuschelstils in der Schweiz messen.“

Vermutlich seit 1911 ersetzte man die Holztüre durch eine Kopie und verkaufte das Original in den Kunsthandel. In Zusammenhang mit der Kirchenrestauration 1970/72 konnte das Original in einer Galerie in Lausanne ausfindig gemacht, restauriert und wieder am originalen Standort eingesetzt werden.

Hoegger Peter. Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau. Band VI. Der Bezirk Baden I. Basel 1976, S. 403.


Bild-Nr.: 11007.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Peter Hoegger / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1992

1995 Fronleichnam -Prozession

Nach einem Gottesdienst beim Altersheim ziehen die Gläubigen mit Himmel, Kreuz und Fahnen in einer kurzen Prozession am Iberg
vorbei durch die Kleine Kirchgasse in die Pfarrkirche.



Bild-Nr.: 11035
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1995

Vor 2000 Pfarrkirche

Zur Datierung: Der Iberghof, der 2000 restauriert wurde, steht noch im alten "Gewande" da.


Bild-Nr.: 11072.20
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 2000

2004 Pfarrkirche - Hochaltar / Johannes der Täufer

Die Flanken des Hochaltars, mit der Kreuzigung Christi von Kaspar Moos, 1831, Zug, zieren zwei farbig gefasste Holzstandbilder vom ehemaligen Barockaltar.
Links Johannes der Täufer, der Mellinger Kirchenpatron (Bild).
Rechts Johannes der Evangelist.
Beide Werke sind Arbeiten von Johann Adam Widerkehr aus dem Jahre 1677.
Es sind dies die einzigen Plastiken von Johann Adam Widerkehr, die sich in der Stadtkirche erhalten haben. Ursprünglich zierten fast alle Altäre der Kirche Figuren von Johann Adam Widerkehr. Leider wurden diese, als die Stadtkirche 1830/31 ein klassizistisches Interieur erhielt, entfernt.

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Der Kunsthistoriker Peter Hoegger urteilt folgendermassen über die beiden Johannesplastiken:
„Sie zählen zu den bedeutendsten frühbarocken Plastiken im Aargau und legen ein beredtes Zeugnis ab vom beachtlichen Niveau, das die Werkstätte eines Bildschnitzers, auch in der Kleinstadt Mellingen, zu erreichen vermochte.“
Aus: Rainer Stöckli. 300 Jahre Katholische Pfarrkirche Mellingen. Mellingen 1975, [S. 6], wobei zu bemerken ist, dass die Abbildungen auf der nächstfolgenden Seite falsch beschriftet sind: Richtig ist links Johannes der Evangelist und rechts Johannes der Täufer abgebildet.





Bild-Nr.: 11005
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

2004

2004 Pfarrkirche: Hochaltar / Johannes der Evangelist

Plastik von Johann Adam Widerkehr, auf der rechten Seite des Hochaltars.
Für das Weitere s. unter Bild-Nr. 11005


Bild-Nr.: 11006
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

2004

2004 Pfarrkirche: Wange des Chorgestühls

Das zehnplätzige Chorgestühl mit barock strukturierten Rückwänden und Brüstungen stammt von 1971, bewahrt aber noch die aufwendig geschnitzten Wangen von den Mellinger Künstlern Hieronymus Grossmann und Johann Adam Widerkehr aus der frühbarocken Kirche von 1675. Diese Wangen, die beiden Johannes-Statuen auf dem Hochaltar sowie vermutlich die Türflügel des Hauptportals sind die einzigen Werke von Johann Adam Widerkehr, die sich in der Stadtkirche erhalten haben. Zahlreiche weitere Werke Widerkehrs mussten der klassizistischen Umgestaltung von 1830/31 weichen.


Bild-Nr.: 11010
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

2004