Antoniuskapelle

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Antonius Kapelle und Reformierte Kirche 1912

Der Vorgängerbau der Antoniuskapelle wird 1555 erstmals urkundlich erwähnt und stand möglicherweise im derzeitigen Quartier Kapellenacker. 1736 wurde das heutige barocke Gotteshaus nach den Vorgaben von Baumeister Georg Abt, von Bünzen, errichtet. Vor der Hauptfassade präsentiert sich eine auf vier Säulen abgestützte Vorhalle von echt südländischem Gepräge. Dach und Glockentürmchen fertigte der Mellinger Zimmermann Kaspar Anton Grossmann. Die beiden Glöcklein goss der Zuger Glockengiesser Peter Ludwig Keiser. Die kleinere Glocke wurde 1899 durch einen Klangkörper von Rüetschi, Aarau, ersetzt.

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Umfassende Restaurationen erfuhr die Kapelle:
- 1865 (klassizistischer Altar, Antoniusfigur entfernt),
- 1923 (neubarock gestaltet, Antoniusfigur wieder auf dem Altar platziert, jedoch weiss gefasst, Plastiken von Payer und Wipplinger: s. Bild-Nrn. 07107, 07108, 07108.1, 07109, 07111.1, 07111.2)
- 1983 (rekonstruierter Barockaltar mit polychrom gefasster Antoniusfigur, Mariengemälde: s. Bild-Nrn. 07106, 11261).

Literatur: Rainer Stöckli u.a. Antonius-Kapelle Mellingen. Mellingen 1983.

Über die Reformierte Kirche s. Bild-Nr. 08101


Bild-Nr.: 07100
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1912

Antoniuskapelle Reformierte Kirche, ca. 1920

Antoniuskapelle: s. Bild-Nr. 07100
Reformierte Kirche: s. Bild-Nr. 08101
Rund um die Antoniuskapelle der 1636 eingeweihte Friedhof.




Bild-Nr.: 07101
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

Antoniuskapelle um 1920

Kapelle vor der Restauration 1923

An der Kapellenfront die Grabsteine der hier bestateten Priester

Über die Kapelle: s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07102
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

Antoniuskapelle: Altar mit rechter Chorseite, 1923

Antoniusfigur mit von Alois Payer und Franz Wipplinger, Einsiedeln, gestaltetem Altar mit Hochrelief auf der rechten Chorseite. Dieses stellt das sogenante Hostienwunder dar. Laut einer Legende soll Antonius eine Monstanz mit der konsekrierter Hostie gezeigt haben. Dabei habe sogar auch ein Maultier voller Ehrfurcht das Bein gebeugt. Diese Figurengruppe wurde 1983 entfernt. Das entsprechende Hochrelief wird noch heute (2017) auf dem Estrich der Pfarrkirche aufbewahrt.





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Weitere Angaben über die Kapelle: Bild-Nr. 07100
Weitere Angaben über die Ausgestaltung der Kapelle durch Payer und Wipplinger:
s. Bild-Nr. 07108




Bild-Nr.: 07109
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1923

Antoniuskapelle: Der Hl. Antonius mit Monstranz, 1923

s. Legende über das Hostienwunder: Bild-Nr. 07109

Über die Antoniuskapelle: s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07111.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1923

Antoniuskapelle: Altar mit Antoniusstatue 1923

Weitere Angaben: s. Bild-Nr. 07108


Bild-Nr.: 07107
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1923

Antoniuskapelle: Der Maulesel beugt das Knie, 1923

Legende über das Hostienwunder: s. Bild-Nr. 07109

Über die Antoniuskapelle s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07111.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1923

Antoniuskapelle: Figurengruppe im Chor 1923

Hochrelief von Alois Payer und Franz Wipplinger, Einsiedeln: Eine Figurengruppe bei der Verehrung Marias, linke Chorhälfte, 1983 entfernt.

s. auch Bild-Nr. 07108


Bild-Nr.: 07108.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1923

Antoniuskapelle: Altar und linke Chorhälfte, 1923

1923 wurde die Kapelle in neubarockem Stil umgestaltet. Die Antoniusfigur, deren usprünglich mehrfarbige Fassung durch einen Weissanstrich überdeckt wurde, kehrte nach deren Entfernung 1863 auf einen neunen von Alois Payer und Franz Wipplinger aus Einsiedeln geschaffenen Altar in die Kapelle zurück. Auf der Chorscheitelmauer gestelteten die nämlichen Künstler Gottvater in der Engelsglorie und auf den seitlichen Chorwänden Hochrelifs mit Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen Antonius.

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Dieser plastische Schmuck von Payer und Wipplinger wurde zum Leidwesen vieler Gläubiger anlässlich der Restauration von 1981/83 entfernt.
Über die Kapelle selbst: s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07108
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1923

ca. 1930 Antoniuskapelle

Ausführliche Angaben über die Kapelle s. Bild-Nr. 0700


Bild-Nr.: 07102.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team / Reussbote
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

Antoniuskapelle, Reformierte Kirche mit Pfarrhaus, ca. 1930

Antoniuskapelle: Foto-Nr. 07100
Reformierte Kirche: Foto-Nr. 08101
Reformiertes Pfarrhaus, erbaut 1929: Foto-Nr. 08103.1

Postkarte



Bild-Nr.: 07101.1
Bild: Rudolf Steiner, Zürich
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

Antoniuskapelle, vor 1981

Noch ist der Friedhof durch eine hohe Mauer umgeben. Als man den Friedhof 1981 das letzte Mal neu gestaltete, versah man das Gelände mit einer niedrigeren Einfassung.

Über die Kapelle: s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07102.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1981

1982 Renovation der Antoniuskapelle

Von 1981 bis 1983 wurde bei der Antoniuskapelle das Aussenfassade und das Glockentürmchen restauriert. Auch der Innenraum wurde stark umgestaltet.

Über die Kapelle allgemein s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07104.1
Bild: Robert Höhener
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.03.1982

1982 Restaurierung der Antoniuskapelle

Die Antoniuskapelle wurde von 1981 bis 1983 im Innern und auch äusserlich grundlegend restauriert.

Übersicht über diese Kapelle s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07104.3
Bild: Robert Höhener
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.03.1982

1998 Renovation des Glockenturms der Antoniuskapelle


Bild-Nr.: 07104.15
Bild: Robert Höhener
Text:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

.03.1982

Antoniuskapelle 1983

Die Antoniuskapelle unmittelbar nach der Restauration 1983.

Titelbild der Schrift: Rainer Stöckli u.a. Antonius-Kapelle Mellingen, Mellingen 1983.

Über die Kapelle: Bild-Nr. 07100

Foto: Rainer Jung, Sursee


Bild-Nr.: 07105
Bild: Rainer Jung, Sursee
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Jung, Sursee

1983

Antoniuskapelle, vor 1983

Das Foto muss zwischen 1981 (niedrigere Friedhofmauern) und 1983 (Restaurierung der Kapelle) aufgenommen worden sein.

Über die Kapelle: s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07103
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1983

Antoniuskapelle: Antoniusfigur nach der Restauration 1983

Eigentlicher Blickfang bildet im Innern der Kapelle die Antoniusfigur mit Jesuskind. Diese Plastik gilt als eine der qualitätsvollendetsten Schöpfungen des Aargauer Barocks. „Selten sei“ – so der Kunsthistoriker Peter Felder – in unserer Gegend bei Plastiken des 18. Jahrhunderts „eine solche Zartheit des seelischen Ausdrucksgehalts erreicht worden wie hier“. Und Peter Hoegger fügt hinzu: "Das Hostiengehäuse erfüllt einen sonderbaren doppelten Zweck als praktisch-liturgisches Gebrauchsobjekt und als ein der Schnitzfigurengruppe eingebundenes Requisit. Formal einem Kissenschemel ähnlich, dient es dem devot daneben knienden Titelheiligen Antonius mit Jesuskind als weiches Auflager für Arme und Hände.

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Die im Zuge der Kapellenerneuerung restaurierte polychrome Vollplastik ist als Hauptwerk des Mellinger Bildhauers Caspar Joseph Widerkehr (1709-1769) anzusprechen und offenbart etwas von der charakeristisch barocken Idee des die Funktionen übergreifenden Gesamtkunstwerks." Die Figur schuf Widerkehr 1739.

Literatur:
Peter Felder. Barockplastik des Aargaus. Aarau 1972, S. 7.
Peter Hoegger /Rainer Stöckli. Beschrieb der restaurierten Kapelle. In: Antonius-Kapelle Mellingen, Mellingen 1983, S. 9.

Über die Kapelle im Allgemeinen. s. Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07106
Bild: Aargauer Denkmalpflege
Text: Peter Felder / Peter Hoegger
Copyright: Aargauer Denkmalpflege

1983

Antoniuskapelle, nach 1983

Die Kapelle nach der umfassenden Innen- und Aussenrestauration von 1983.

Über die Kapelle: Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 07104.20
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1983

Antoniuskapelle: Sitzende Madonna mit Kind, 1983

Das Gemälde stammt aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Kunsthistoriker Peter Hoegger meint dazu, dieses Bild erinnere „von Ferne an die naive Verhaltenheit italienischer Quattrocentisten“. Pfarrer Richard Bopp (Seelsorger in Mellingen von 1916-1956), aus dessen Nachlass das Werk stammt, soll dieses Gemälde tatsächlich in Italien erworben haben. Dieses Bild ziert den Sakralraum seit der Restauration der Kapelle 1983.

Beschrieb der Kapelle: Bild-Nr. 07100


Bild-Nr.: 11261
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1983