Allgemeine Ansichten Grosse Kirchgasse

Kirchgassen mit Iberg und Altersheim > Grosse Kirchgasse

Ca. 1950 Portal des Wohnhauses Grosse Kirchgasse 13

Hübsche Biedermeiertüre mit geschnitzten Pyramiden, Rauten und Fächern, um 1830. Das Gebäude hat dreigliedrige Fensterreihen und dürfte um 1700 seine heutige Gestalt erhalten haben.


Bild-Nr.: 06007
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1830

Um 1900 Grosse Kirchgasse

Links im Bild der südöstliche Teil des alten Rathauses, Grosse Kirchgasse 1 (s. Bild-Nr. 06001), als im Erdgeschoss noch kein Geschäftshaus untergebracht war, und angrenzend laut Firmenschild das Haus von Drechsler Albert Halter, Grosse Kirchgasse 3, s. Bild-Nr. 06004.5.
Im Vordergrund eine Waage für Fuhrwerke neben dem Gasthof „Zum Scharfen Eck“ (Hauptgasse Nr. 1) neben der Gebäudefront zur Grossen Kirchgasse hin.

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Im Jahre 1856 wurde das ehemalige Rathaus an den heutigen Standort Grosse Kirchgasse 23 verlegt. Daselbst stand bis 1840 das Spital Mellingen. Nach dem Umzug des Spitals ins Haus Hauptgasse 17 kaufte der Wirt zur „Krone“, die damals an der Stelle des heutigen kath. Pfarrhauses, Grosse Kirchgasse 25 stand, den baufälligen ehemaligen Spitalkomplex auf. Da die „ Krone“ in den 1850er-Jahren in Konkurs ging, konnte die Gemeinde die Gebäude aufkaufen und 1855/56 an deren Stelle das Rat-, Schul- und Pfarrhaus errichten.

Das Erdgeschoss des Alten Rathauses diente der Gemeinde als Lager- und Einstellhalle bis zum Jahre 1915, als es von Fritz Grossen zu einem Spezerei- und Eisenwarenladen umgebaut wurde (s. dazu Bild-Nr. 06002).


Bild-Nr.: 06005
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1900

Ca. 1900 Grosse Kirchgasse

Damals wurde rechts die städtische Metzgerei abgerissen und an deren Stelle die Gebäude Große Kirchgasse Nr. 10 und 12 gebaut.
Heute betreibt Daniel Fischer einen Antiquariat- und Second-Hand-Bücherladen im Gebäude, Grosse Kirchgasse 12.

Bemerkenswert die alte Kirchenfront der Pfarrkirche ohne Kreuz auf dem Giebel und das alte Zifferblatt der Kirchenuhr im Giebelbereich.
1911 wurde die Kirche restauriert und die Fassade neu gestaltet.


Bild-Nr.: 06002.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1900

Um 1908 Grosse Kirchgasse - Blick von der Hauptgasse her

Im Hintergrund die Pfarrkirche. Das über der gassenseitigen Front des
Kirchenschiffs 1911 angebrachte Kreuz fehlt noch.
Einen Hinweis auf die Datierung des Fotos könnte die Strassenbeleuchtung geben:
Die 1908 montierte elektrische Strassenlampe existiert einerseits schon, anderseits ist auch noch die Gaslampe sichtbar.
Links das alte Rathaus, Grosse Kirchgasse 1: über dessen Baugeschichte s. Bild-Nr. 06001.
Das mächtige Hauptportal ist von zwei Säulen flankiert, darüber das heute noch existierende Stadtwappen mit Schildhalterlöwen.
Das Erdgeschoss des alten Rathauses diente der Stadt vor der Umnutzung zum Geschäftslokal als Einstellraum für Handwagen und Pferdefuhrwerke.

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Das Erdgeschoss des alten Rathauses diente der Stadt vor der Umnutzung zum Geschäftslokal als Einstellraum für Handwagen und Pferdefuhrwerke.
1915 richtete Fritz Grossen in den Räumen des Erdgeschosses einen Laden für Spezereien, Eisenwaren und Haushaltartikel ein. Das Erdgeschoss wurde damals total umgestaltet. Grossen legte mit Eröffnung dieses Geschäfts den Grundstein für eine jahrzehntelange Nutzung in dieser Verkaufssparte: Nach Grossen folgte Karl Füllemann und schliesslich Robert Huber. Letztere Firma beschränkte sich aber nur noch auf Haushaltsartikel und Eisenwaren. Die Robert Huber AG bezog 1990 die neuen Räumlichkeiten an der Birrfeldstrasse 13.
--> Zeitungsberichte mit Illustrationen über die Robert Huber AG im Reussbote vom 28.10.1988 (Jubiläum 25 Jahre) und vom 25.11. 2003 (40 Jahre).

In den kommenden Jahrzehnten waren im Alten Rathaus verschiedene Verkaufsgeschäfte eingemietet. 2009 wurde das Gebäude samt Brückentor vom Zuger Investor Alex Gemperle erworben. Ab 2012 untersuchten Kantonsarchäologie und Denkmalpflege die Gebäude. In den nächstfolgenden Jahren wurden stilvolle Altstadtwohnungen eingebaut, welche 2017 bezogen werden konnten.

Rechts: Das Restaurant „Zum Scharfen Eck“, Hauptgasse Nr. 1, mit dem damals noch vorhandenen Wirtshausschild.
Über dieses Gebäude --> s. Bild-Nr.: 04050.

Im Bildband „Bilder einer aargauischen Kleinstadt – Mellingen“
Mellingen1996 ist auf S. 35 ein ähnliches Bild reproduziert.
Dessen Original ist leider nicht mehr auffindbar. Auf der Adressseite könnte man vielleicht noch zusätzliche Informationen erfahren.
Unter der Abbildung findet sich ein Text in deutscher Schrift. Hier die Transkription davon:
„Schreibe dir dan Sonntags ein Brief. Das Kreuz ist mein Zimmer.
Es ist sehr gross, grösser als unsere Stube. Es grüsst Euch alle
Hermann Grosse Kirchgasse
Ferner O. Wassmer Mellingen“





Bild-Nr.: 06002
Bild: Photo Dichtel, Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1908

1908: Hauptgasse und Grosse Kirchgasse

Links: Hauptgasse – Blick gegen den Zeitturm, gleiches Foto wie Bild-Nr. 04004.1
rechts: Grosse Kirchgasse: Blick gegen die Pfarrkirche, gleiches Foto wie Bild-Nr. 06002


Bild-Nr.: 06003
Bild: Postkarte
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1908

Ca. 1908 Grosse Kirchgasse - Postkarte

Über der Kreuzung Hauptgasse/Große Kirchgasse hängt noch die alte Petrollampe. Anderseits sieht man ganz am oberen Rand bereits die elektrische Strassenlampe. Die elektrische Strassenbeleuchtung wurde im Städtchen 1908 installiert.
Links das alte Rathaus, Grosse Kirchgasse 1.
Unter dem Stadtwappen das mit zwei Säulen beseitete Portal.
Im Hintergrund die gassenseitige Front der Pfarrkirche, wie sie sich noch vor der Restauration von 1911 präsentierte.


Bild-Nr.: 06002.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1908

Ca. 1910 Kirchplatz - Grosse Kirchgasse

Links neues Rathaus und Pfarrhaus. Rechts die Pfarrkirche.
Das Foto wurde zwischen 1908 und 1911 aufgenommen. Rechts der Kirche steht ein Mast der Stromversorgung, welche
1908 im Städtchen installiert wurde. Das anlässlich der Kirchenrestauration 1911 über der gassenseitigen Front der Stadtkirche
angebrachte Steinkreuz fehlt noch. Über das neue Rathaus --> s. Bild-Nr. 06012. Der gesamte Baukomplex wurde 1855/56
anstelle des Gasthauses „Krone“ und dem ehemaligen Spitalgebäude zum Rat-, Schul- und Pfarrhaus umgebaut.

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Im kirchenseitigen Teil des imposanten Komplexes wurde das Pfarrhaus untergebracht. An dessen Stelle stand bis ins 17. Jahrhundert
ein Haus der Familie Segesser. 1647 errichtete die Stadt Luzern hier eine Salzfaktorei, ein Salzhandels- und Salzlagerhaus.
Dieses wurde von einem Salzfaktor geführt. Zu gewissen Zeiten wurden hier bis zu 2000 Tonnen Salz pro Jahr umgeschlagen.
Um 1800 gelangte die Liegenschaft an den Kronenwirt, der vorher sein Gasthaus an der Hauptgasse führte und nun die Gaststube
hierher verlegte. Als um 1840 das Spital, das baufällig geworden war, ins Gebäude Hauptgasse 17 verlegt wurde, kaufte der Inhaber
der "Krone“ den Spitalkomplex. Doch musste dieser um 1854 den Konkurs anmelden. So konnte die Gemeinde das Spitalgebäude
und die Krone günstig kaufen und wie oben erwähnt 1855/56 das Rat-, Schul- und Pfarrhaus bauen.
1956 wurde das Pfarrhaus abgerissen und in wesentlich kleineren Dimensionen wieder aufgebaut.
Im Vordergrund der Kirchplatzbrunnen: --> s. Bild-Nr. 0617.


Bild-Nr.: 06081
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1910

Ca. 1920 Haus Grosse Kirchgasse 10

s. den Text unter Bild-Nr. 06009.15
Personen:
Frey Traugott Marin, 1866 -1915, Malermeister
Söhne:
Frey Traugott Marin 1898 -1958 und Frey Karl Otto 1905 -1990


Bild-Nr.: 06009.16
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

ca. 1920 Grosse Kirchgasse mit Pfarrkirche

Die Pfarrkirche mit dem 1911 neugestalteten Giebel mit Uhr und Kreuz


Bild-Nr.: 06004.3
Bild:
Text:
Copyright:

ca. 1920

Ca. 1920 Haus Grosse Kirchgasse 10

Angaben von Elisabeth Riegger-Frey:
Hier hatte Maler Traugott Frey sein Geschäft. Er verkaufte Farben und Pinsel, aber auch Haushaltgegenstände, wie Becken und Kessel. Hier war auch die einzige Salzverkaufsstelle im Städtchen. Später hatte Schuhmacher Widmer hier seine Werkstatt. An Stelle dieses Gebäudes stand bis ca. 1900 die städtische Metzgerei.

Foto: Marie Frey-Krütli, 1871 -1947, 2. Ehefrau von Frey Traugott Marin, Malermeister mit
Frey Traugott, Sohn aus erster Ehe, 1898 -1958


Bild-Nr.: 06009.15
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli / Elisabeth Riegger-Frey:
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

1920 Grosse Kirchgasse: Blick gegen Pfarrkirche

Im Gegensatz zu Bild-Nr. 06002 ist das 1911 über der Strassenfront des Kirchenschiffs angebrachte Kreuz sichtbar.
Für das Weitere s. den Text zu Bild-Nr. 06002, 3. Abschnitt.


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Angaben über die Hausbesitzer nach Elisabeth Riegger-Frey:
Linke Strassenzeile, von vorne nach hinten:
• Handlung Fritz Grossen, Spezereien, Eisenwaren, Haushaltartikel (Grosse Kirchgasse 1)
• Haus der Familie Halter-Iten (Grosse Kirchgasse 3): Drechslerwerkstatt von Vater Halter, gegen die Strasse Lebensmittelgeschäft von Frau Halter, später Geschäft für Stoffe und Merceriewaren von Frau Müller-Halter, das schliesslich von deren Tochter Helene Müller weitergeführt wurde.
• Willi Steppacher, Coiffeurgeschäft, später Fritz Iten (Grosse Kirchgasse 5)
• Weiter hinten ein Haus mit der Firmentafel „Buchbinderei“ und „Tapezieren“: Geschäft von
Josef Gretener (Grosse Kirchgasse 21)
Rechte Strassenzeile von vorne nach hinten:
- Restaurant „Zum Scharfen Eck“ (Hauptgasse 1)
- Restaurant zum „Frohsinn“ (Grosse Kirchgasse 4), Wirtsleute Affentranger
- Grosses Lebensmittelgeschäft (Grosse Kirchgasse 6)
- „Schwarzhus“ -> ehemaliges Badhaus (Grosse Kirchgasse 8)
rechte Haushälfte: Frau Häni verkauft Sprit und Petrol
linke Haushälfte: Josy Rymann fertigt Damenhüte für Sommer und Winter an,
im 1. Stock hatte eine Schwester ein Schneideratelier.
Der Gatte von Josy Rymann war Grabstein-Bildhauer und hatte sein Atelier an
der Bahnhofstrasse, in der Nähe der heutigen Druckerei Nüssli.


Bild-Nr.: 06004
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

1920: Grosse Kirchgasse, reussseitige Häuserzeile

Die Foto dürfte aufgrund des links abgestellten Autos aus den 1930er-Jahren stammen.
Angaben von Elisabeth Riegger (um 1915) und Anna Nüssli (1930er-Jahre)
Von links nach rechts:
• Herren- und Knaben-Confection von Priska Burri, früher Velo Meier (Nr. 7)
• Mercerie, Bonneterie von Frau Schatzmann, in den 50er/60er-Jahren
Gemischtwarenladen von Frau Elise Hartmann,
heute Spielwarengeschäft Salamander von Marisa Frick (Nr. 9)

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• Stoffladen von Frau Ackle, Schwester von Adelbert Wassmer, Papeterie.
Im gleichen Haus Schuhladen Ackle.
Unten W. Widmer, Schuhmacher, zügelte später ins Haus Grosse Kirchgasse 10.
Oben Wohnung von Frau Notar Wassmer (lebte getrennt von ihrem Mann) und
ihren zwei Töchtern (Nr. 11).
• Wohnhaus von Jungfer Lehrerin Wassmer (1862 - 1940), Lehrerin in Mellingen
von 1884 - 1928. Zeitweise wohnte ihr Bruder und Notar Wassmer, genannt
„Spigürli“; ei ihr. Dieser war geistig beeinträchtigt und wurde im Städtchen
gehänselt.
Später wohnte Oskar Giger in diesem Haus (Nr. 13).
• Hier wohnte der „Kübel-Frey“. Er fabrizierte Wäschestanden und
Blumenkübel. Da es ihm Städtchen mehrere Frey gab, nannte man ihn Kübel-
Frey.
Wohnhaus der grossen Familie von A. Giger. Haus von Josua Giger und seiner
grossen Familie (Nr. 15)
• Papeterie von Adelbert Wassmer, Junggeselle. Papeterie von Jakob Fischer-Frey,
später weitergeführt von dessen Sohn Marcel. Die Freys wohnten in der oberen
Wohnung (Nr. 17)
• Sattlerei Stöckli, machte Schultornister und Matrazen.
Sattlerei Lienhard und Josef Gretener (s. Firmenschild) Nr. 19.
• Metzgerei Hürlimann (Nr. 21). 1916 Metzgerei von Adolf Buchmüller, 1938
fortgeführt von seinem gleichnamigen Sohn Adolf Buchmüller und um 1979 von dessen
Enkel Sohn Hugo (Nr. 21). Von 1994 bis 2017 Pizzeria. Das Gebäude
wurde von der Gemeinde Mellingen gekauft: könnte der Erweiterung des
Rathauses dienen. Detaillierte Angaben unter Bild-Nr. 06010.20.1
• Reusstor
• Rathaus (Nr. 23)
• Pfarrhaus (Nr. 25) 1956 umgebaut.

Auf der rechten Strassenseite:
• Schild des Restaurants Frohsinn (Nr. 4)










Bild-Nr.: 06004.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte 26546
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1920

Ca. 1930 Grosse Kirchgasse

Im Erdgeschoss des alten Rathauses das 1917 eröffnete Warenhaus von Fritz Grossen,
ein Geschäft mit Lebensmitteln, Haushaltartikeln, Sämereien, Feldgeräten und Kaffeerösterei.
Nachher ging das Gebäude an Ernst Füllemann und 1963 an die Firma Robert Huber über.

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2009 Verkauf des Gebäudes an den Zuger Investor Alex Gemperle, der im Gebäude Wohnungen einbaute. Diese konnten 2017 bezogen werdern.

Rechts das Restaurant "Scharf Eck".


Bild-Nr.: 06004.2
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1930

1938 Grosse Kirchgasse

Nach 1938 Grosse Kirchgasse

Im Haus Große Kirchgasse 8, dem ehemaligen Badhaus, eröffnete 1938 Karl Pabst ein Radiogeschäft (s. das entsprechende Firmenschild), das dann 1947 an den Postplatz (heute Gebäude Zentralplatz 3) mit angegliederten Kino Rex verlegt wurde.

Postkarte 29411


Bild-Nr.: 06010.1
Bild: J. Gaberell Thalwil
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1938

Nach 1956 Grosse Kirchgasse: Blick gegen die Pfarrkirche

Zur Datierung: Die Fassade des 1956 errichteten Pfarrhauses ist bereits nach hinten versetzt und deshalb auf diesem Bild nicht mehr sichtbar.
Von links nach rechts: Papeterie Fischer-Frey (Nr. 17), Damensalon ...? (Nr. 19), Metzgerei Adolf Buchmüller (Nr. 21), neues Rathaus


Bild-Nr.: 06010.20
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1956

Vor 1956 Grosse Kirchgasse

Das alte Pfarrhaus steht noch. An dessen Stelle wurde 1956 ein zurückversetzter Neubau mit kleineren Ausmassen gebaut.

Links das alte Rathaus mit dem Haushalt- und Eisenwarengeschäft von Ernst Füllemann (Grosse Kirchgasse 1), im nächstfolgenden Gebäude (Grosse Kirchgasse 3) das Textilgeschäft Müller-Halter, daneben der Coiffeursalon von Fritz Iten (Grosse Kirchgasse 5). Rechts das Restaurant "Scharf Eck" (Hauptgasse 1) mit der Hausmadonna vermutlich von Franz Xaver Widerkehr.

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Das Haus Grosse Kirchgasse 3 ging 2016 an René Holenweger über. 2017 wurde das Haus im Innern unter der Leitung von Toni Lleshaj von der MML Immobilien AG, Brunegg, total umgestaltet. Anfang 2018 wurde die sieben 1 1/2-Zimmer-Wohnungen zur Miete angeboten.


Bild-Nr.: 06002.3
Bild: Fotoarchiv Mellingen Postkarte
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1956

1961: Grosse Kirchgasse aus der Vogelperspektive

Dieses Foto wurde auf dem Glockenturm der Pfarrkirche aufgenommen.

In der rechten Bildhälfte sieht man den Beginn der umfassenden Restauration des neuen Rathauses 1961.

Über die weiteren Umbauten s. Bild-Nr. 06009, 2. Abschnitt.


Bild-Nr.: 06011
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1961

Nach 1977 Blick in die Grosse und die Kleine Kirchgasse

Zur Datierung: 1977 installierte man in der Kleinen Kirchgasse die schmiedeeisernen Strassenlampen.
In der Mitte Haus Kirchgasse 12 mit davor stehendem Kirchplatzbrunnen.


Bild-Nr.: 06010.4
Bild: Postkarte 29411
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1977

1977 Grosse Kirchgasse: Häuser 1-17

Auf diesem Bild wird sehr augenfällig, wie sich in Mellingen trauf- und giebelständige Häuser abwechseln, s. unter Bild-Nr. 06019 diese spezielle Ausgestaltung der Dächer in Mellingen.
Wir sehen hier neben den Häusern der Grossen Kirchgasse auch die Gebäude Bruggerstrasse 4 und 2 - ehemaliger Gastof Hirschen -, die beide giebelständig sind. Das alte Rathaus, Grosse Kirchgasse 1 ist traufständig, ebenfalls die Liegenschaften 3, 7 und 9. Haus 11 ist giebelständig, während bei den drei nachfolgenden Gebäuden die Traufen wieder parallel zur Gasse verlaufen.

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Zur Datierung: Die 1977 angebrachten schmiedeeisernen Strassenlampen sind schon an den Häusern befestigt.


Bild-Nr.: 06018.30
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1977

1983 Giebel- und traufständige Dächer in der Grossen Kirchgasse

Ein klassisches Beispiel für diese Erscheinung bilden die beiden benachbarten Häuser Nr. 11 und 13 in der Grossen Kirchgasse:
Das Haus Nr. 11 (links im Bild) mit der Berner Giebelründe,
das Haus Nr. 13 ein traufständiges Haus,
beide mit einem schön ornamental verzierten Eingangsportal auf der Strassenseite,
s. Bild-Nrn. 06007 und 06008.

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Bezüglich dem Nebeneinander von giebel- und traufständigen Häuserm in Mellingen s. Bild-Nr. 05019.


Bild-Nr.: 06020
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1983

1985 Grosse Kirchgasse 11

Bei diesem Gebäude, dessen Bausubstanz teils bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, fällt das mit Dreiecken und Rauten verzierte Eingangsportal auf.

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Mellingens Grenzlage zwischen dem Berner Aargau und dem Kantonsgebiet östlich und südöstlich unserer Gemarkungen zeichnen sich in der Altstadt auch in der Baukultur ab. Vor allem in der Hauptgasse, aber auch in der Grossen Kirchgasse findet man giebelständige Häuser mit einer eleganten Berner Giebelründe, wie man sie mehrheitlich im Bernbiet findet, im Wechsel mit den traufständigen Dächern, mit Dach und der Dachtraufe parallel zur Strasse, wie sie in der Ostschweiz vorherrschen.
Ein klassisches Beispiel für diese Erscheinung bilden die beiden benachbarten Häuser Nr. 11 und Nr. 13 in der Grossen Kirchgasse:
Haus Nr. 11 mit Giebelründe
Haus Nr. 13 mit traufständigem Dach
Die Haustüren beider Gebäude fallen durch ihre reichen Schnitzereien auf.


Bild-Nr.: 06008
Bild: Otto Müller
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 1985

1991 Kirchplatzbrunnen auf dem Kirchplatz

Die Grosse und die Kleine Kirchgasse vereinigen sich im Kirchplatz, der von der Stadtkirche, dem neuen Rathaus und
dem Kirchplatzbrunnen dominiert wird. Der granitene Brunnen stammt aus dem Jahre 1859 und wurde vermutlich von
Steinmetz Pedruzzi geschaffen. An einer Langseite des grossen, rechteckigen Troges erhob sich ursprünglich ein schlanker,
quadratischer Brunnenstock mit einer pyramidenförmigen Spitze.

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Otto Müller berichtet:
„Im Jubiläumsjahr ‚700 Jahre Eidgenossenschaft‘ 1991 erfuhr der Brunnen eine Umgestaltung als bleibendes Andenken
an den Geburtstag unseres Landes. In der Form eines mächtigen, viereckigen Quaders wurde der Brunnenstock in den Trog versetzt.
Über der metallenen Deckplatte krönt ein bronzenes Liebespaar den neu gestalteten Brunnen; eines der letzten Werke des bekannten,
greisen Wettinger Bildhauers Eduard Spörri (1901-1995): ‚Im Aargau sind zwöi Liebi‘.
Eingeweiht wurde dieser schöne Brunnen am 1. August 1991 mit einer stimmungsvollen Feier.
Unter der grossen Gästeschar konnte Stadtammann Peter Binggeli den Künstler persönlich begrüssen.
Im Einweihungsvotum kam zum Ausdruck, dass das Liebespaar nebst seiner offensichtlichen Aussage auch symbolisch sein soll für
die Haltung der Bürger in der Gemeinde: ‚Sinn haben für einander und an einander glauben‘."



Bild-Nr.: 06017
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Otto Müller / Rainer Stöckli
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

1991

Klausmarkt ca. 2000

Die Marktstände in der Grossen Kirchgasse.

Über das Marktwesen in neuerer Zeit s. Bild-Nr. 14606


Bild-Nr.: 6053.1
Bild: Fotoarchiv Mellingen
Text: Fotoarchiv-Team
Copyright: Fotoarchiv Mellingen

ca. 2000

2003 Grosse Kirchgasse Nrn. 9, 11, 13, 15, 17

2003 Grosse Kirchgasse 9, 11, 13, 15, 17
Ein klassisches Beispiel für diese Mischung von West- und Ostschweizer Baukultur bilden die benachbarten
Häuser Nr. 9, 11, 13 und 15 in der Grossen Kirchgasse:
Das Haus Nr. 9 (links im Bild) traufständiges Haus, Haus Nr. 11 giebelständiges Haus - die Häuser Nr. 13 und Nr. 15: traufständige Häuser.

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Traufständige und giebelständige Häuser:
Mellingens Grenzlage zwischen der West- und Ostschweiz zeichnet sich in der Altstadt auch in der Baukultur ab.
Vor allem in der Hauptgasse findet man giebelständige Häuser mit eleganter Berner Giebelründe gegen die Gasse hin,
wie man sie mehrheitlich im Bernbiet findet, neben Gebäuden mit traufständigen Dächern, wo sich das Dach zur Strasse
hinzieht und die Dachtraufe parallel zur Gasse verläuft. Diese Bauform findet sich vor allem in der Ostschweiz.
Auch in der Bruggerstrasse und der Grossenkirchgasse finden wir das Nebeneinander der beiden Dachformen.





Bild-Nr.: 06019
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: © Viktor Zimmermann

2003

2008 katholisches Pfarrhaus: Grosse Kirchgasse 26

1956 wurde das alte Pfarrhaus, das im gleichen Stil wie das neue Rathaus gebaut war, abgebrochen und in kleineren Ausmassen wieder aufgebaut.


Bild-Nr.: 06090
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Viktor Zimmermann

ca. 2008